Die Freiheitlichen

Theiner und Zerzer ignorieren Bürgerproteste / Landes-PD verlangt gar Schließung kleiner Spitäler
Freitag, den 22. Februar 2013 um 08:31 Uhr

„Der Koalitionspartner der SVP in der Südtiroler Landesregierung, Partito Democratico (PD), hat jüngst immer wieder völlig offen die Schließung der kleineren Krankenhäuser in Südtirol eingefordert.
Die Volkspartei verfolgt, getrieben von ebenso zentralisierungswilligen Einflüsterern und unter dem Deckmäntelchen einer wissenschaftlich nicht belegten Qualitätssteigerung, einen anderen Weg: den der langsamen aber konsequenten Aushöhlung der Grundversorgung in den peripheren Strukturen. Der Weg ist ein anderer, das langfristige Ziel ist wohl dasselbe.
Dem konnten auch 8.000 Unterschriften von Wipptaler Bürgern, welche sich energisch gegen die Streichung der Tumoroperationen in den kleinen Häusern aussprachen, sowie ähnlich massive Bürgerproteste im oberen Pustertal, nicht entgegenwirken“, meint der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Thomas Egger einleitend.

„Vor wenigen Monaten teilte der Südtiroler PD öffentlich mit, dass die 'überhöhte Anzahl der Krankenhäuser in Südtirol nicht länger tragbar und eine reine Geldverschwendung' sei. Dabei nannten und nennen die Bozner Partner und jetzt auch römischen 'Freunde' der Volkspartei die zu schließenden Krankenhäuser zwar nicht klar beim Namen, aber wer verstehen will versteht. PD-Landesrat Tommasini teilte dem Unterfertigten letzthin auf eine entsprechende konkrete Nachfrage lapidar mit, es sei ihm 'nicht bekannt, dass die Demokratische Partei ein Verzeichnis der zu schließenden Krankenhäuser' habe. Er nannte zudem die ganze Angelegenheit 'delikat' und meinte er stünde 'jederzeit für eine konstruktive Auseinandersetzung zur Verfügung'. Ein klares Dementi sieht jedenfalls anders aus. Die sanitätspolitische Ausrichtung des PD, des örtlichen und leider wohl auch jene des neuen SVP-Verbündeten in Rom, ist somit ausreichend dargelegt. Zentralisierung scheint das Motto des PD zu sein, auch wenn dies am Ende meist eine Verteuerung und Verschlechterung eines Dienstes bedeutet“, ergänzt Egger.

„Gesundheitslandesrat und PD-Freund Theiner verteidigt nach wie vor die von ihm politisch gewollte, aber nach Ansicht des Unterfertigten wissenschaftlich nicht ausreichend begründete Zertifizierung / Neuorganisation der Tumorchirurgie. Diese wird die bisher erfolgreich arbeitenden peripheren Chirurgen in ihrem Tun beschneiden, mittelfristig die Krankenhäuser in Innichen, Sterzing und Schlanders (vielleicht auch Bruneck) für junge Chirurgen unattraktiv machen und somit die gesamte periphere Grundversorgung mehr als in Frage stellen. Ein Protest der Bürger, des ärztlichen und nichtärztlichen Personals und der besorgten örtlichen Volksvertreter scheint ihn nicht zu interessieren.
Theiners Ressortdirektor Zerzer erklärte jüngst zu den 8.000 in diesem Zusammenhang im Wipptal gesammelten und ihm im Rahmen einer Versammlung übergebenen Unterschriften gar recht forsch, ihn 'interessiere die Meinung einer Expertenkommission mehr als jene von 8.000 Bürgern und Patienten'. Theiner war zur Versammlung erst gar nicht erschienen.
Die beiden Herren kümmern die Sorgen und Anliegen der peripheren Bevölkerung offenkundig recht wenig. Die umstrittenen politischen Vorgaben Theiners, zu denen leider auch die ab 2014 gefährdete Geburtenabteilung am KH Innichen sowie die nicht reibungslose Nachbesetzung von diversen Primariatsstellen in der gesamten Peripherie gehören, sprechen leider eine klare Sprache“, schließt Egger.

Kommentare (1)add comment

Josef Stampfer schrieb:

Schließung kleiner Spitäler Freitag 22. Februar .
Nicht genug Herr Landesageordneter Tohmas Egger . Ich habe schon mehr von Bersani in Rom gehört , Er spricht sogar von den Provinzen mit Sonderstatut = Südtirol - Aosta - Sizilien , müßen abgeschaft werden . Es ist nun das Mas Voll . Fetternwirdschaft wie sie in der Volkspartei gang und gebe ist . Luis Durnwalder hat Gestern den Platzhirsch abgeschoßen , in dem Er sogar die FRECHHEIT hatte die Höchste -Gerichtsbarkeit in Bozen zu kritisieren , vieleicht muß Er noch die letzten 5 Jahre die Ihn noch nicht verjährt angerrechnet werden ZURICK- ZAHLEN . betrifft nicht versteuerte SCHENKUNG , Herr Thomas das Land Südtirol braucht Menschen wie Sie , kandidieren Sie wieder imm Landtag , ist mein Anligen . Wir brauchen Sie . grus Josef Stampfer aus Wiesen .
23. February 2013

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