|
Südtirol kann, darf und muss Italien nicht retten!
Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair bedauert die Tatsache, dass Landeshauptmann Durnwalder viel lieber nach Rom pilgert, um bei Monti dafür zu betteln, dass er unsere Autonomie nicht beschneidet und den Römern seine persönliche Wunschliste vorträgt, als dem Stiefelstaat endlich den Rücken zu kehren und Südtirol die Möglichkeit bietet, einen eigenen, unabhängigen und vor allem freien Weg zu gehen. „Derzeit erleben wir täglich, dass das SVP-Gefasel über die Vollautonomie voll für die Katz’ ist, denn täglich muss gebangt werden, ob Südtirol in manchen Bereichen autonomiepolitisch nicht voll beschnitten wird. Unsere Autonomie, die weltweit von der SVP als Vorzeigemodell verkauft wird, ist im Grunde genommen wenig wert. Wenn ich dann noch lese, dass unser Landeshauptmann Durnwalder mit einem Wunschzettel nach Rom fährt und dort in die Amtsräume von Monti vorgelassen wird, dann ärgere ich mich maßlos über so viel Bereitschaft, sich vorführen machen zu lassen. Der einzige Wunsch, den ein verantwortungsbewusster und visionärer Landeshauptmann stellvertretend für die Südtiroler aller 3 Sprachgruppen in Rom vorzubringen hat ist die Selbstbestimmung als Weg zum Ziel eines unabhängigen Freistaates Südtirol und die Aufforderung, für die Italiener im Lande die Schutzmacht zu übernehmen und ihnen die doppelte Staatsbürgerschaft zu ermöglichen. So hätte es zu laufen und nicht auf allen Vieren vor den Monti kriechen, wertvolle Energie verschwenden, indem er herumstreitet, wie viel Südtirol zur Rettung des ohnehin bankrotten Staates beitragen darf. Dass Südtirol zusätzlich zum Handkuss kommen wird, musste man ohnehin von Anfang an erwarten, Mailänder Abkommen hin oder her. Warum müssen die Südtiroler noch länger mit einer einseitigen Vertragserfüllung einverstanden sein, nachdem sich Italien nachweislich nicht daran hält? Es kann den Südtirolern auch nicht länger vermittelt werden, dass sie Italien helfen oder gar retten können. Daher ist es nun endlich an der Zeit, die Weichen für eine eigenständige Zukunft in einem unabhängigen Freistaat zu stellen“, schreibt die freiheitliche Abgeordnete Ulli Mair. "Natürlich kann kein Mensch im Detail voraussehen, wohin die anhaltende Finanz- und Wirtschaftskrise führt. Klar ist jedoch, dass viele Menschen vor dem Abdriften in die Armut stehen und dass immer mehr Staaten ihre Schulden nicht mehr bezahlen können. Da nützen die vermeintlich stärksten Rettungsschirme ebenso wenig wie die Durchhalteparolen europäischer Politiker. Es darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden, dass Italien im Grunde von der EU kommissarisch verwaltet wird - schließlich hat sie auch das italienische Sparpaket und somit auch den italienischen Staatshaushalt genehmigt. Es ist nicht länger zu akzeptieren, dass mit dem hart ersparten Geld der Menschen die Sünden anderer beglichen werden. Die EU maßt sich an, auf dem Rücken von 500 Millionen Menschen und ohne deren Zustimmung eine Transfer- und Schuldenunion zu erfinden, welche die eigentlichen Verursacher des Missstandes verschont und die Bürger gnadenlos 'aussackelt'. Am Ende könnte es dann egal sein, ob der Euro hält oder nicht - wenn die Menschen keinen mehr haben oder wenn er keinen Wert mehr hat. Wann wacht die SVP endlich auf, sagt dem Staat kameradschaftlich und in aller Form adieu und ermöglicht den Volksgruppen im Lande die Möglichkeit, die Geschicke selbst in die Hand zu nehmen?", so Mair abschließend.
|