|
Donnerstag, 09. September 2010 um 14:04 Uhr |
|
Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.
„Es hat lange genug gedauert, bis sich auch bei den Entscheidungsträgern die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass ohne qualifizierte Lehrer die Kenntnisse der zweiten Landessprache nicht verbessern werden können. Trotz wiederholter Anregungen im Landtag und trotz der hohen Durchfallsquoten bei den Zweisprachigkeitsprüfungen hat sich die Landesregierung bisher von jenen einlullen lassen, die das Heil in Immersion, Kopräsenz und anderen Spielereien verkündet haben“, schreibt der freiheitliche Landtagsabgeordnete Pius Leitner in einer Aussendung. Die Hiobsbotschaft, dass sich für die Schulen in den Landgemeinden kaum Italienischlehrer melden, habe sicherlich dazu beigetragen, nach neuen Ansätzen zu suchen. Leider sei in den vergangenen Jahren viel Zeit vergeudet und die Ausbildung von Zweitsprachenlehrern sträflich vernachlässigt worden, kritisiert Leitner.
„Die Zweitsprachenkenntnisse sind sowohl bei der deutschen als auch bei der italienischen Volksgruppe mangelhaft. Während seit Jahren bekannt ist, dass an den italienischen Schulen viele Deutschlehrer in Wahrheit keine Deutschen sind (Falscherklärungen!), hat die Schule mit deutscher Unterrichtssprache das Problem, überhaupt Italienischlehrer zu finden. Wer geglaubt hat, eine zweite Sprache spielend und ohne viel Mühe erlernen zu können, wurde inzwischen eines Besseren belehrt. Gerade bei der Spracherlernung gilt: ohne Fleiß kein Preis! Da die Erlernung von Sprachen künftig für unsere Jugend immer wichtiger wird, sind die Weichen endlich richtig zu stellen. Nur gut ausgebildete Sprachlehrer können bewirken, dass Sprachen gut und richtig gelernt bzw. vermittelt werden“, schließt Leitner.
|