Die Freiheitlichen

Familienpolitik auf den Prüfstand stellen - Schluss mit Entmündigung und Zwangsbeglückung!
Mittwoch, 08. September 2010 um 14:51 Uhr

1_pius-leitner_fp_63Der freiheitliche Landesparteiobmann, Landtagsabgeordneter Pius Leitner, sieht in der aktuellen Familienpolitik große Defizite und mahnt ein radikales Umdenken an. Er fordert ein Ende der Entmündigung und der verordneten Zwangsbeglückung.

"Die traditionelle Familie wurde von der Politik zunächst sträflich vernachlässigt und dann nach und nach ausgehöhlt. Wenn heute andere Formen der Familie steuerlich bevorzugt würden, so sei dies von der Politik zu verantworten. Es ist schön und gut, wenn sich etwa die Grünen nun über die hohe Zahl der Kaiserschnitte aufregen; sie müssen sich aber die Frage gefallen lassen, ob nicht die sinkende Geburtenzahl insgesamt dramatischer ist und welche Schritte sie gesetzt haben, um die Kinderfreundlichkeit der Gesellschaft zu verbessern. Gerade die Linken in ganz Europa haben auf politischer Ebene wesentlich dazu beigetragen, der traditionellen Familie den Boden unter den Füßen wegzuziehen", so Leitner.

Mit welchen Folgen selbst eine Frau zu rechnen habe, wenn sie öffentlich eine politisch "unkorrekte" Familienpolitik vertrete und nicht in den Chor des klassischen Femminismus einstimme, habe die deutsche Nachrichtensprecherin Eva Herman erfahren müssen. Mit ihrer konservativen Betrachtungsweise habe sie die linksfeministische Jagdgesellschaft aufgeschreckt, die - entgegen ihres Postulats der Meinungsfreiheit - die Absetzung von Herman erwirkt habe.

"Erst wenn in der Familienpolitik die Kinder wieder in den Mittelpunkt rücken, kann es eine kinderfreundliche Gesellschaft geben. Staaten und Länder müssen ein Interesse haben, dass sich Familien wieder mehr Kinder wünschen. Die öffentliche Hand muss aber die Voraussetzungen schaffen, dass sich (einheimische) Familien Kinder auch leisten können. Bereits vor Jahren haben wir Freiheitlichen die Losung ausgegeben: Der Kinderwunsch darf nicht zum Luxus werden! Der Streit, ob Kinder zu Hause oder in Strukturen betreut werden sollen, ist von den Eltern zu entscheiden und nicht von der Politik. Die Mittel sind vorhanden und so einzusetzen, dass frühe Kindererziehung in erster Linie von den Familien selbst organisiert werden kann und dass erst in zweiter Linie die öffentliche Hand auf den Plan tritt. Das Kindergeld darf nicht als soziales Almosen verstanden werden, sondern es muss endlich als familienpolitische Leistung begriffen werden. Das Landeskindergeld ist wesentlich zu erhöhen. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass es nicht die Zuwanderung fördert. Zu Schulbeginn soll überlegt werden, ob Südtirol nicht ein Schulstartgeld einführen soll, wie es die meisten österreichischen Bundesländer - nicht zuletzt das Bundesland Tirol - haben. Ein 'weiter so' in der Familienpolitik darf es nicht geben, wenn wir nicht wollen, dass die Familien abdanken", schließt Leitner.

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