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Donnerstag, 02. September 2010 um 13:51 Uhr |
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In der aktuellen Ausgabe des Landwirtes äußert sich der Obmann des Südtiroler Bauernbundes kritisch gegenüber dem Erlass von Schutzzonen zur Anbringung von Hagelnetzen einzelner Gemeindeverwaltungen. In seiner Argumentation bestätigt Leo Tiefenthaler genaue jene Haltung, welche die Kalterer Freiheitlichen Gemeinderäte Helga Morandell Strozzega und Arnold Kemenater bei der Abstimmung zur Ausweisung eines kleinflächigen Schutzgebietes am Rande des Kalterer Sees eingenommen hatten und zur Gegenstimme bewogen hat.
"Die Regelung wurde voreilig ausgearbeitet, ungeachtet dessen, welche finanziellen Konsequenzen diese Unterschutzstellung für Bäuerinnen und Bauern hat", bedauern die Freiheitlichen Räte.
"Jeder Landwirt ist bemüht und gleichermaßen gezwungen einwandfreies Obst zu liefern, um den Anforderungen der Vermarktungsbetriebe gerecht zu werden und jene wirtschaftliche Rentabilität zu erreichen, die das Überleben der, zumeist Kleinbetriebe überhaupt ermöglicht. Entzieht man den Bauern die Möglichkeit ihre Kulturen zu schützen, können viele Südtiroler Obstbaubetriebe diesem Wettbewerb kaum standhalten", so Morandell Strozzega und fordert: "Sofern das Land künftig Schutzgebiete ausweisen möchte, muss der SBB -als Interessensvertreter der Bäuerinnen und Bauern- gleichwertige Ausgleichszahlungen einfordern, sollten Hagelschlag und Sturm die Qualität der Ernte innerhalb der geschützten Kulturflächen beinträchtigen".
Gleichzeitig regen die beiden Räte an, die zwei diesbezüglichen Ratsbeschlüsse der Gemeinde Kaltern zu widerrufen und das Ergebnis der Verhandlungen auf Landesebene abzuwarten.
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