Die Freiheitlichen

Eine Europaregion Tirol gibt’s leider nicht
Montag, 30. August 2010 um 15:27 Uhr

1_pius-leitner_fp_63Die Milch macht’s möglich – es wird wieder über Tirol geredet! 
 

Der freiheitliche Landesparteiobmann, Landtagsabgeordneter Pius Leitner, bedauert Ton und Inhalt der jüngsten Diskussionen um Tiroler Landeseinheit, Europaregion Tirol, Gesamttiroler Schützenbund, Doppelstaatsbürgerschaft und Schutzmachtfunktion. Dass dabei auch noch die Milch als Hauptauslöser herhalten müsse, setze der Debatte und dem Schlagabtausch diesseits und jenseits des Brenners das berüchtigte Sahnehäubchen auf.

„Es ist kein Wunder, dass die Tiroler Landesteile nicht näher zusammenkommen, wenn bei konkreten Projekten immer das Hemd (kurzfristig) näher ist als der Rock. Ein Jahr nach dem großen Festumzug in Innsbruck anlässlich des Tiroler Gedenkjahres 1809/2009 muss die Frage gestellt werden, was es tatsächlich bewirkt hat. Den blumigen Sonntags- und Feiertagsreden folgten bei der Werktagsarbeit kaum zählbare Resultate. Eine Europaregion Tirol gibt’s leider nicht und eine solche blieb bisher nur heiße Luft, wie ein Journalist aus dem Bundesland Tirol jüngst trefflich feststellte. Im Zusammenhang mit einer Europaregion Tirol wurde reichlich leeres Stroh gedroschen und die Körner sind mit freiem Auge nicht erkennbar“, bemängelt Leitner.

Die Diskussion um einen Gesamttiroler Landeskommandanten bei den Schützen sei ein weiteres Beispiel dafür, wie man miteinander umgehe. Egal, welches die Beweggründe der Kulturlandesrätin Kasslatter Mur für einen einzigen Landeskommandanten gewesen seien, die Reaktionen aus Schützenkreisen seien kontraproduktiv und unverständlich.

„Warum haben die Verantwortlichen der Schützenbünde diesen Ball nicht aufgefangen und den aufgelegten Elfmeter verwandelt? Zur Erinnerung: der Unterfertigte hat vor nunmehr 20 (!) Jahren in seiner Eigenschaft als Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes bei einer gemeinsamen Bundesleitungssitzung in Inzing offiziell den Vorschlag für einen einzigen Gesamttiroler Schützenbund unterbreitet. Er wurde leider abgelehnt mit der Begründung, die Schützen des Bundeslandes Tirol würden die Politik unterstützen, die in Wien, Innsbruck und Bozen ausgemacht wird. Die Schützen aller Landesteile hätten die moralische und geschichtliche Kraft, der Politik den Weg zu weisen, wenn sie sich nicht auseinanderdividieren und zum Spielball der Parteien bzw. der offiziellen Politik machen ließen. Übrigens: ein Freistaat Südtirol muss nicht im Widerspruch zu einer Europaregion Tirol stehen. Es sind viele Schritte zu setzen, aber das Ziel muss erkennbar sein. Das Verweilen auf der ‚normativen Kraft des Faktischen’ ist nichts anderes als die Unterdrückung von Volkes Willen“, so Leitner abschließend.

Kommentare (1)add comment

Ritsch schrieb:

Schützen....
Schützenbund begeistert: Vorschlag von Kasslatter Mur geht nicht weit genug, auch Landtage zusammenlegen!

BOZEN - Der Südtiroler Schützenbund gibt sich in einer Presseaussendung begeistert von der Gesamttiroler Haltung, die Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur anlässlich der anstehenden Neuwahlen in beiden Schützenbünden an den Tag legt. Es sei nur zu begrüßen, wenn sich die Politik, nach den beeindruckenden Kundgebungen des Tiroler Volkes am vergangenen 20. September in Innsbruck nun ernsthaft Gedanken macht, wie die Menschen in Tirol näher zusammenwachsen können.

Landesrätin Kasslatter Mur kommt mit ihrer Forderung im Grunde nur jener des Schützenbundes nach, der seit Jahren ein Zusammenwachsen aller Institutionen dies- und jenseits des Brenners anmahnt. In diesem Sinne geht der Schützenbund sogar einen Schritt weiter und fordert die Politiker dies- und jenseits des Brenners dazu auf, sich ernsthafte Gedanken über die Zusammenlegung der Landtage zu machen. Schon allein öffentliche Willensbekundungen der Politiker in dieser Richtung könnten - unabhängig von der momentanen staatsrechtlichen Umsetzbarkeit - Meilensteine in der Geschichte Tirols sein.

Sorgen macht dem Südtiroler Schützenbund die praktische Umsetzung des Vorschlages der Landesrätin. Landeskommandant zu sein ist allein schon in Südtirol eine Vollzeit-Aufgabe, die derzeit – wie alle anderen Ämter im Schützenbund –ehrenamtlich ausgeübt wird. Während andere Verbände derselben Größenordnung (ca. 5.500 Mitglieder) mit ungleich größeren Finanzmitteln ausgestattet sind, fristet der Südtiroler Schützenbund diesbezüglich ein Mauerblümchendasein. Gerade mal ein einziger hauptamtlicher Mitarbeiter kann vom Südtiroler Schützenbund zur Abwicklung der Büroarbeit beschäftigt werden.

Auf alle Fälle will sich der Südtiroler Schützenbund demnächst mit Landesrätin Kasslatter Mur treffen, um eine weitere Aufwertung des Schützenwesens zu besprechen.

Mjr. Paul Bacher
Landeskommandant
30. August 2010

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

busy
 
suedtirol-gehoert-dir_2010

Freiheitlicher Kontakt

Parteibüro der Freiheitlichen
Kirchgasse 62
39018 Terlan
Tel.: 339 824 5109
Fax: 0471 256 054
E-Mail: info@die-freiheitlichen.com


Fraktionsbüro der Freiheitlichen
Südtiroler Landtag - 4. Stock
Crispistr. 6
39100 Bozen
Tel.: 0471 946 212
Fax: 0471 946 301
E-Mail: freiheitliche@landtag-bz.org


f-aufkleber-freistaat_1009_2s

Sie sind hier  : Start > Unsere Arbeit > Pressemitteilungen > Eine Europaregion Tirol gibt’s leider nicht