| Ja zu einer ehrlichen Diskussion über das Siegesdenkmal – aber dem Denkmal ist der Stachel zunehmen! |
| Montag, 30. August 2010 um 10:06 Uhr | |||||||
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„Wir stehen zu einer ehrlichen und offenen Diskussion über das Siegesdenkmal in Bozen bereit, sofern sie auch die Gefühle der Deutschen, der Ladiner und den Zeitgeist Europas respektiert“, so der Landtagsabgeordnete der Freiheitlichen Sigmar Stocker in einer Aussendung. „Unter gewissen Umständen können wir uns sogar vorstellen, das Siegesdenkmal nicht zu schleifen. Jedoch muss dem Denkmal der Stachel genommen werden, den der Faschismus gegen die deutsche und ladinische Bevölkerung Südtirols gepflanzt hat. Bevor das nicht geschieht, sind die Abnahme des Zaunes und andere Umgestaltungen viel zu gefährlich. Und eines dürfen die Italiener nicht außer Acht lassen: das Siegesdenkmal ist für die allermeisten Südtiroler keine ‚cazzata’, sondern in der derzeitigen Form eine Beleidigung. Es symbolisiert eine boshafte, präpotente Erniedrigung, welche in der heutigen Zeit keinen Platz mehr haben darf“, so der Abgeordnete weiter. Ein Grund, das Denkmal zwar umzugestalten aber stehen zu lassen, sei die stete Erinnerung an eine unheilvolle Zeit und an die willkürliche Zerreißung Tirols sowie an die ungerechte Annexion Südtirols durch den fremden Staat Italien. Somit könne das Denkmal auch einen geschichtlichen, greifbaren Sinn vor allem für die Jugend in unserem Land haben. „Die Zeit für eine offene Diskussion und für die Bereitschaft, diesen Giftzahn zu ziehen, ist reif. Wir Freiheitlichen haben uns in Vergangenheit immer wieder mit den faschistischen Relikten befasst und dazu auch einen Antrag im Landtag eingebracht, der noch zur Behandlung ansteht (siehe Anlage). Je schneller wir dieses Problem lösen, um so schneller kommen wir auch der Vision ‚Freistaat Südtirol’ (aller Sprachgruppen) näher. Ich bin überzeugt, dass mit etwas gutem Willen eine für alle tragbare Lösung möglich ist. Wir Freiheitlichen sind gerne bereit, unseren Beitrag zu leisten“, so Stoker abschließend.
Anlage: Beschlussantrag Kommentare (2)
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schrieb:
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Aber warmum auf einmal so komppromissbereit? Ich kann der Idee diese geschmacklose Fehlkonstruktion stehen zu lasse nichts abgewinnen! Es geht darum ein Zeichen zu setzen!! Und deshalb muss dieser Schandfleck dem Erdboden gleich gemacht werden! Was man nachher mit der frei gewordenen Fläche macht ist eine andere Sache! Aber bitte kommt nicht von eurer Spur ab! Aus welchen Gründen auch immer... |
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... dem vorschlag das siegesdenkmal zu schleifen, konnte und kann ich nichts abgewinnen. es wäre nur ein schlechtes beispiel, wie wir mit der geschichte südtirols umgehen. die zeichen der vergangenheit auszulöschen, ist keine verarbeitung der selben. in der bisherigen form und wirkung hat das denkmal allerdings nicht jenen mahnenden charakter, den es in der heutigen zeit darstellen sollte. unsere gesellschaft muss nach vorne schauen, ohne sich aber der geschichte zu entledigen. |
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