| Handlungsbedarf beim Wohngeld |
| Montag, 30. August 2010 um 07:53 Uhr | |||
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Offensichtlich aufgeschreckt von den Bestechungsermittlungen im Institut für sozialen Wohnbau (WOBI) hat die Landesregierung kürzlich eine Reform desselben beschlossen. Wie skandalös lange sich der Verwaltungsrat des Institutes und die Landesregierung gerade mit dem Aufbau eines Controllings Zeit gelassen haben, hat der Unterfertigte in seiner Eigenschaft als Vizepräsident der WOBI- Untersuchungskommission des Landtages jüngst aus zuverlässiger Quelle erfahren müssen. Demnach hat das Wohnbauinstitut bereits Ende der neunziger Jahre die Beratungsfirma Harrasser & Partner (später ROI-Team) mit der Ausarbeitung einer Reform-Studie beauftragt. Besagte Studie, welche zudem für den Steuerzahler nicht gerade kostengünstig gewesen sein soll, hat u. a. eindeutig die Notwendigkeit und den Aufbau eines internen Controllings hervorgehoben. Teure Studien verschwinden auch in Südtirol in irgendwelchen Schubladen und werden mehr als zehn Jahre später - und um die Erfahrung einer Bestechungsaffäre reicher, für die natürlich niemand verantwortlich sein will – endlich umgesetzt und der Öffentlichkeit als vertrauensbildende (!) Reform verkauft. LR Tommasinis Reform ist für den Unterfertigten somit in Wirklichkeit nichts anderes als ein verspätetes und von Ermittlungen getriebenes Abarbeiten bisheriger Versäumnisse.
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