Die Freiheitlichen

Italien weiter auf dem falschen Weg
Mittwoch, 04. August 2010 um 14:21 Uhr

Bernhard-HilberDie derzeitig diskutierte Reform der Gemeindefinanzierung der italienischen Regierung hat ein Kernelement: die Besteuerung der Mieten mit 25%, in dichter besiedelten Gegenden mit 20%. Jeder logisch denkende Mensch erkennt, dass zwar der Vermieter dieses Geld der Gemeinde überweisen wird, es im Prinzip aber der Mieter bezahlt. Um diesen Betrag ist die Miete höher als sie sein müsste. In Deutschland wird viel unternommen um die Mieten niedrig zu halten, anstelle der Mieten und Immobilien werden die Gewinne besteuert. Italien macht einiges, um die Mieten in die Höhe zu treiben: Registrierungspflicht der Mietverträge, ICI und nun die 20/25% Steuer. Es gibt nichts effektiveres die sozial Schwachen zu treffen als ihnen die Mieten in die Höhe zu treiben. Und unsere SVP macht fleißig mit. Helga Thaler Ausserhofer begrüßt und unterstützt dieses Gesetz, teilweise mit der Begründung, hiermit die Steuerhinterziehung zu bekämpfen. Einige verstehen die wahren Zusammenhänge und Auswirkungen nicht, wir sollten andere Politiker nach Rom schicken. Große Verbesserungen werden wir erst erreichen, wenn wir keine mehr nach Rom, sondern eher nach Bern, Berlin oder Wien schicken.


Bernhard Hilber
F-Gemeinderat in Bruneck

Kommentare (1)add comment

Thomas Egger schrieb:

Zusammenhänge und Auswirkungen
Man wird wohl davon ausgehen können, dass die neugeplante Besteuerung der Mieteinkünfte die bisherige Besteuerung ersetzt.
Die Frau Senatorin sollte sich jedoch dafür verwenden, dass denkmalgeschützte Gebäude weiterhin steuerlich begünstigt bleiben. Ansonsten wäre in diesem Bereich effektiv eine Weitergabe der Steuerlast an den Mieter zu befürchten.
Thomas Egger

05. August 2010

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