Die Freiheitlichen

Baupfusch bei Sterzinger Grundschule
Freitag, 05. Februar 2010 um 12:19 Uhr

10_thomas-egger_fp_63Was verschweigt die Gemeindeverwaltung den Bürgern?

Seit einigen Jahren laufen in Sterzing, nahe der Pfarrkirche im Süden der Stadt, die Arbeiten zum Bau der langersehnten neuen deutschen Grundschule. Eigentlich, so meinten die Gemeindeverwalter, so hofften die Schulverantwortlichen und so ist derzeit immer noch auf der Internetseite der Gemeinde Sterzing nachzulesen, sollte der wichtige Neubau (15 Klassen samt diversen Nebenräumen, Mensa und Turnhalle – Kostenpunkt samt Einrichtung ca. 10 Millionen Euro) bereits zum Beginn des Schuljahres 2009/10 bezugsfertig sein.

Zweifel an der termingerechten Fertigstellung des Projektes kamen bereits im Sommer 2009 auf, und es war der unterfertigte Sterzinger Landtagsabgeordnete, der Anfang September 2009 die Öffentlichkeit auch auf diverse Baumängel am neuen Grundschulgebäude aufmerksam machte.

Damals, also Anfang September 2009, wurden die aufgetretenen Baumängel von der zuständigen Stadträtin Brunhilde Schwabl Wieser noch verharmlost. Gleichzeitig wurde der Bürgerschaft versichert, dass die Behebung der aufgetretenen Mängel (Unterboden / Fußbodenheizung usw) den betroffenen Firmen angelastet würde. „In keinster Weise“ sollten, laut Schwabl Wieser, Mehrkosten für die öffentliche Hand entstehen. Auch äußerte die Stadträtin die Hoffnung, dass sich die Inbetriebnahme der Grundschule nur um ein halbes Jahr verzögern würde.

Und nun? Das halbe Jahr, Frau Stadträtin, ist um, aber von einem Umzug der Schüler und Lehrer in die neue Grundschule kann noch immer keine Rede sein.

Ganz im Gegenteil: in der letzten Gemeinderatssitzung äußerten auch einige SVP-Räte öffentlich ihre große Besorgnis am Zustand des „Neubaues“. Von Wassereinbrüchen war die Rede, das Dach sei leck usw. Und wenn sogar ein Mitglied des Stadtrates (Andreas Leitner) die Befürchtung äußerte, auf das Gebäude könnten „massive Qualitätsprobleme“ zukommen und ein unabhängiger Gutachter sei zu beauftragen, läßt dies Schlimmstes befürchten.

Es scheint fast so als hätte man bisher krampfhaft versucht das wahre Ausmaß des Baupfuschs am Grundschulgebäude zu verharmlosen oder – zumindest bis zu den anstehenden Gemeindewahlen – gar zu vertuschen.

Sterzings Bürgermeister Fritz Karl Messner ist aufgefordert endlich Klartext zu reden und den Bürgern und Steuerzahlern endlich reinen Wein einzuschenken. Sollte sich dabei herausstellen, dass die Gemeindeverwaltung bisher die Bürgerschaft absichtlich desinformiert oder gar belogen hat, sind wohl auch politische Konsequenzen nötig.


L. Abg. Dr. Thomas Egger

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