Die Freiheitlichen

Öffentliche Förderung der Südtiroler Hochschülerschaft ist zu hinterfragen!
Montag, 18. Januar 2010 um 08:38 Uhr

6_michael-demanega_fp_63Wiederholt muss von freiheitlicher Seite festgestellt werden, dass die Südtiroler Landesregierung Einrichtungen und Dienste fördert, die nicht ihrem eigentlichen Zweck nachkommen. Bereits in der Vergangenheit wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass die "Südtiroler Hochschülerschaft" zwar einerseits als Studentenvertretung und -beratung auftritt, andererseits aber auch ein "politischer Verein" mit linker Ausrichtung ist. Dies führt zwangsläufig dazu, dass beide Tätigkeitsfelder miteinander vermischt werden und die Studentenberatung darunter leidet. Viele Südtiroler Studenten meiden die "Südtiroler Hochschülerschaft" nämlich aus Prinzip. Deshalb ist es mehr als bedenklich, wenn die Landesregierung einem politisch-ideologischen Verein die Studentenberatung überantwortet und umfassend fördert, der nicht für die Gesamtheit der Südtiroler Studierenden steht.

Eindrucksvoll belegt wird diese Meinung nun auch durch eine neuerliche freiheitliche Landtagsanfrage. Darin wird die Situation an der Außenstelle Trient der "Südtiroler Hochschülerschaft" hinterfragt. Bezeichnend ist, dass - wie aus der Beantwortung der Anfrage hervorgeht -, nur rund 55 Südtiroler Studenten von insgesamt 1425 inskribierten Südtirolern an der Universität Trient (Stand 2007/2008) auch Mitglied der Südtiroler Hochschülerschaft sind. Das sind nicht einmal 4% und das bedeutet, dass 96% der Südtiroler Studierenden entweder kein Interesse an der "Südtiroler Hochschülerschaft" haben oder einfach nicht wissen, dass es eine derartige Einrichtung in Trient gibt. Interessant ist auch, dass sich jährlich nur rund 60 Studenten an die "Südtiroler Hochschülerschaft" in Trient wenden und nur 8 Mitglieder an der letzten Vollversammlung teilgenommen haben. Alles in allem ist dies ein neuerlicher und eindeutiger Beleg, dass die Landesregierung mit der "Südtiroler Hochschülerschaft" einen politischen Verein fördert, der aufgrund seiner Ausrichtung und seines Selbstverständnisses nur eine kleine Minderheit der Südtiroler Studierenden vertreten kann. Die Subventionen der Landesregierung an die "Südtiroler Hochschülerschaft" und im Besonderen die Förderungen an die Außenstellen, wie jene in Trient, müssen dringendst hinterfragt werden. Außerdem bleibt eine alte freiheitliche Forderung aufrecht, wonach die Landesregierung lieber die eigenen Dienste in der Studentenberatung ausbauen soll, anstatt diese einem politisch-ideologischen Verein zu überantworten, der zwangsläufig seine beiden Tätigkeitsfelder vermischt!

Michael Demanega
Landesjugendsprecher

L. Abg. Pius Leitner
Landespartieobmann

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