| Wurde in Südtirols Schulen bisher Geschichte unterrichtet oder wurden nur „Geschichten“ erzählt? |
| Montag, 29. Juni 2009 um 16:05 Uhr | |||||||||
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Natürlich ist nichts gegen einen verbesserten Geschichtsunterricht einzuwenden, im Gegenteil. Auch sind Extremismen jeder Art, ebenso wie „politische Monokulturen“ und dadurch bedingte Verfilzungen und Abhängigkeiten, entschieden abzulehnen. Es drängt sich aber die Frage auf, warum es denn in deutschen, italienischen und ladinischen Schulen unterschiedliche Lernstoffe zu Südtirols Geschichte gab und gibt, und wer diese unterschiedlichen Lernstoffe überhaupt genehmigt hat. Es gibt eigentlich nur eine Geschichte unseres Landes und es kann ja wohl nicht angenommen werden, dass der Geschichtsunterricht, je nach Sprachgruppe, anders ausfällt. Sollte dies bisher so gewesen sein, und der Landeshauptmann bestätigt dies ja indirekt in seinen Ausführungen, wäre dies mehr als bedenklich. Ja was haben denn eigentlich die deutschen Südtiroler gelernt, was den italienischen Mitbürgern vorenthalten wurde bzw. was war im deutschen Geschichtsunterricht ausgeklammert und nur in italienischen Lernstoffen enthalten, Herr Landeshauptmann? Wenn nun die drei Kulturlandesräte im Rahmen einer Arbeitsgruppe angeblich einen einheitlichen Geschichtsunterrichtstext erarbeiten sollen, stellt sich schon die Frage ob hier nicht die „Böcke zu Gärtnern“ gemacht werden. Zudem bleibt zu hoffen, dass eine Änderung der Unterrichtsstoffe nicht in einen ideologischen „Kampf“ gegen die erstarkte politische Opposition in Südtirol ausartet (die jüngste „politische Agitation“ des Landesamtes für Jugendarbeit lässt grüßen). Zum friedlichen Zusammenleben, Herr Landeshauptmann, gehört auch das Erlernen und Verstehen unserer wechselhaften Landesgeschichte. Nehmen Sie Ihre Verantwortung endlich wahr und sorgen Sie dafür, dass Geschichte gelehrt wird, ….. und keine Geschichten erzählt werden!
L. Abg. Ulli Mair Kommentare (3)
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Thomas Emanuel Meraner
schrieb:
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Es gibt nur "eine" Geschichte Hallo Ulli, hallo Thomas, die oben erwähnte Situation ist schon fast eine Satire. In der Tat ist es sehr merkwürdig, dass jede der drei Sprachgruppen ein verschiedenes Geschichtebuch hat. Auch ich sehe dringend Handlungsbedarf für einen einheitlichen Geschichtsunterricht mit einheitlichen Materialien. Geschichte, nicht nur die Unsere, ist eine Tatsache, die sich gleich abgewickelt hat, egal welche Sprache man spricht. Juvenal würde wahrscheinlich zum Geschichteunterricht in Südtirol folgendes sagen "Difficile est saturam non scribere" (Es ist schwierig, (darüber) keine Satire zu schreiben). |
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Landesregierung in Verspätung Unsere Landesregierung kommt sehr spät zur Erkenntnis, dass ein verbesserter Geschichtsunterricht in Südtirol notwendig ist. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass ganze Generationen die Schulen ohne einen "gscheiden" Geschichtsunterricht verlassen haben und das ist das eigentlich Bedenkliche. Doch wie haben die Verantwortlichen im Bildungsbereich und die Herren Landesräte reagiert, als man sie mit diesem Problem konfrontiert hat? "Stimmt nicht"! "Gibt's nicht"! "Der Geschichtsunterricht ist in den Lehrplänen festgeschrieben"! Die typischen Ausreden, die man erst dann ablegt, wenn es ernst wird. Ich habe von dieser Art von Politik endgültig genug, die Probleme verschweigt und erst im Nachhinein alles besser weiß. Die SVP das sind die, die im Nachhinein alles besser wissen, aber im Vorfeld nichts unternehmen. Das muss an dieser Stelle gesagt werden. Wir von der Freiheitlichen Jugend haben den damaligen Landesrat Saurer im Frühsommer 2007, also ganz am Anfang unserer Tätigkeit, aufgefordert, sich über die Sommerferien hinweg neue Konzepte für einen besseren Geschichtsunterricht einfallen zu lassen. Jetzt, zwei Jahre später will man sich langsam Gedanken darüber machen. Und bis diese Konzepte handfest sind und in die Praxis umgesetzt werden, verlassen wiederum mehrer Jahrgänge die Schulen. Die Landesregierung schaltet Jahre und Jahrzehnte zu spät, wie ich meine! Mit freiheitlichen Grüßen, Michael Demanega |
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... Treffend gesagt, die SVP verschläft so einige wichtige Dinge um sie dann wenn es zu spät ist anzusprechen. Irgendwann werden wir Südtiroler sagen daß es die SVP in ihrer heutigen Form war die alle Chancen auf ein freies Südtirol vernichtet hat. Zum Geschichtsunterricht möchte ich sagen, daß es idealerweise einen in ganz Tirol für alle Sprachgruppen gleichen Unterrichtsstoff geben sollte. Schließlich sind wir ein Volk und es steht uns allen zu die wahre Geschichte und nicht Propaganda zu hören! |
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