Die Freiheitlichen

Rücktritt von 5 Gemeinderäten in der Gemeinde Kurtinig
Donnerstag, 25. Juni 2009 um 10:34 Uhr

13_arno-mall_fp_63Folge einer unglaublichen politische Unkultur in Südtirol

Der freiheitliche Bezirkssprecher Arno Mall nimmt in einer Presseaussendung zum Rücktritt von 5 Gemeinderäten in der Unterlandler Kleingemeinde Kurtinig Stellung.

„Der Rücktritt der 5 Gemeinderäte der oppositionellen Bürgerliste ist auf jeden Fall eine ernst zu nehmende Zeichensetzung. Ohne spezifisch auf die Situation in der Gemeinde Kurtinig einzugehen, muss man in Südtirol von einer unglaublichen politischen Unkultur sprechen, die von der Mehrheitspartei betrieben wird. In zahlreichen Gemeinden, aber auch auf Landesebene, herrscht eine grundsätzliche Ablehnung gegenüber Vorschlägen und Anregungen der Opposition. Aus dieser Machtarroganz heraus werden Anträge der politischen Minderheit niedergestimmt, auch wenn es sich um Sachthemen handelt, die für viele Bürgerinnen und Bürger wichtig sind – nur weil die Opposition die entsprechenden Anträge einbringt. Nicht selten werden dann aber im Nachhinein ein und die selben Vorschläge von der Mehrheit selbst eingereicht, genehmigt und als eigene Leistungen verkauft. Dabei handelt es sich um eine unglaubliche politische Unkultur, die Anlass zur Sorge gibt! Der Rücktritt der 5 Gemeinderäte in Kurtinig ist auf jeden Fall ein wichtiges Zeichen und eine Mahnung an eine Politik, der ihre politische Kultur abhanden gekommen ist!“ schreibt der Unterlandler Bezirkssprecher Arno Mall in der Presseaussendung.

Kommentare (5)add comment

Gerd Herbst schrieb:

..
.. auf Landesebene erinnere ich mich gerade daran, wie die SVP erst vor wenigen Wochen Euren Beschlussantrag mit den Vorschlägen zur Regelung der Einwanderung im Landtag niedergestimmt hat, obwohl sie im Wahlkampf selbst mit ähnlichen Lösungsansätzen unterwegs war und den ein oder anderen sicher in den kommenden Jahren aufgreifen und umsetzen muss.

G.H.
25. Juni 2009

Thomas Egger schrieb:

Sorgen von Arno Mall sind berechtigt
Das "System Südtirol", welches in der Politik, in Verbänden und Vereinen über Jahrzehnte aufgebaut worden ist, verträgt keine Opposition.
SVP-Politikern ist es ja nicht einmal zu dumm hochoffiziell gegen Vorschläge der Opposition zu stimmen, auch wenn sie selbst im Wahlkampf den Wählern dasselbe noch hoch und heilig versprochen hatten.
Das "Privileg" und die Macht dieses System zu verräumen haben vor allem der Wähler und die Wählerin.

Thomas Egger
25. Juni 2009

Walter Blaas schrieb:

Fragwürdige Entscheidung der Bürgerliste Kurtinig
Vorausschicken möchte ich, dass die geschilderte Situation in fast allen Gemeinden des Landes die selbe ist. Satzung und Geschäftsordnung der Gemeinden sind sehr restriktiv und lassen der Opposition nur wenig Spielraum. Andererseits hält sich die Mehrheit oft nicht an die Spielregeln und Termine zur Beantwortung und Behandlung der Anfragen und Beschlussanträgen. Dies ist verständlicherweise sehr frustrierend. Allerdings ist der Rückzug aus dem Gemeinderat keine Lösung der Probleme. Die Opposition hat gegenüber dem Wähler Verpflichtungen und kann sich daher nicht so einfach aus der Verantwortung stehlen und nun das Feld kampflos der Mehrheit überlassen. Daher vollstes Verständnis für Protest und Aktionen, aber nicht durch den Auszug aus dem Gemeinderat.
25. Juni 2009

Roland Tinkhauser schrieb:

Auszug aus dem GR
Meines Erachtens müssten dann wohl in fast allen Gemeinden die Oppositionsräte ausziehen, wenn die Mehrheitspartei bei Beschlussanträgen nicht zustimmt. Lösung ist das keine.
25. Juni 2009

Florian Pedoth schrieb:

Anmerkung
Als Sohn einer der zurückgetreten Gemeinderäte finde ich es nicht angebracht die Entscheidung der zurückgetreten Gemeinderäte zu kommentieren, ohne die genauen Hintergründe zu kennen. Selbst mir würde es nicht zustehen darüber zu richten…
Es ist kein Beinbruch für Kurtinig, denn die Abläufe der Gemeindeverwaltung werden sich nicht wesentlich ändern. Die Opposition konnte vor dem gemeinsamen Rücktritt nicht mitreden, der alleinige Entscheidungsträger war und bleibt die SVP und von daher bleibt alles beim Alten…
Allerdings ist es ein weiterer schwerer Schlag für die Demokratie und Gleichheit der Bürger. Ich kann zwar nur für Kurtinig sprechen, aber ich denke es ist in vielen Gemeinden Südtirols dasselbe Problem, dass während den „SVP-Sympathisanten“ mehr oder weniger alles erlaubt/genehmigt wird, werden den „Andersdenkenden“ soviele Steine wie nur irgend möglich in den Weg gelegt…
26. Juni 2009

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

busy
 
einheimische-zuerst_2

Twitter-Kurzmeldungen

> vor etwa 8 Stunden
Selbstverständlich muss der Kinder- und Jugendanwalt parteipolitisch unabhängig & ideologisch ungebunden sein. Das muss außer Frage stehen!
> vor etwa 9 Stunden
Achammer macht sich lächerlich: http://bit.ly/aJx9tZ Gerade die SVP stellt Parteizugehörigkeit vor Kompetenz - ständig: http://bit.ly/blktnW
> vor etwa 14 Stunden
Endlich Landtagswahlgesetz angehen! http://bit.ly/c0hAfF
> vor etwa 15 Stunden
Zur Landeshauptmann-Nachfolge und anderen Postenbesetzungen: Widerliche Personalpolitik & Südtiroler Dekadenz http://bit.ly/brkt8c #demanega
Dienstag, 16. März 2010 um 19:32 Uhr
Heute fanden im Landtag die 1. Anhörungen zur Kinder- u. Jugendanwaltschaft statt, morgen geht's weiter. Höchst interessant u. lehrreich!
Dienstag, 16. März 2010 um 17:15 Uhr
Freiheitliche Handschrift hat Erfolg http://bit.ly/ay0nWX
Montag, 15. März 2010 um 09:16 Uhr
Bevor ich dann Mitte der Woche einen neuen Beitrag ins Netz stelle, hier noch einmal mein letzter zum Nachlesen: http://biturl.cc/EMP
Samstag, 13. März 2010 um 14:26 Uhr
Seit ein paar Stunden weht wieder die Tiroler Fahne an der Leuchtenburg in Kaltern. #fb

Freiheitlicher Kontakt

Parteibüro der Freiheitlichen
Kirchgasse 62
39018 Terlan
Tel.: 339 824 5109
Fax: 0471 256 054
E-Mail: info@die-freiheitlichen.com


Fraktionsbüro der Freiheitlichen
Südtiroler Landtag - 4. Stock
Crispistr. 6
39100 Bozen
Tel.: 0471 946 212
Fax: 0471 946 301
E-Mail: freiheitliche@landtag-bz.org


f-aufkleber-freistaat_1009_2s

Sie sind hier  : Start > Unsere Arbeit > Pressemitteilungen > Rücktritt von 5 Gemeinderäten in der Gemeinde Kurtinig