| Freistaat |
| Donnerstag, 18. Juni 2009 um 10:49 Uhr | |||||||
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„Während sich der italienische Ministerpräsident mit seinem Rosenkrieg und mit seinen Mädchengeschichten in den verschiedenen hauseigenen Boulevardblättern gefällt, quittierte dies die italienische Gesellschaft mit einem immer noch sehr veritablen Stimmenergebnis für die Berlusconi-Partei bei den EU Wahlen. Man wird sehen, ab wann der italienischen Bevölkerung bewusst wird, dass auch diese ‚Brot- und Spiele – Politik’ ein Ende haben wird. Spätestens dann, wenn sie auf den harten Boden der realen Politik, vor allem der realen Wirtschaftspolitik Italiens zurückgeholt wird. Dieses unvermeintliche böse Erwachen aus einer Showgirl-Politik wird umso heftiger ausfallen, je länger man die harten Fakten des wirtschaftlichen Niedergangs des Staates vor sich herschiebt“, so der freiheitliche Landtagsabgeordnete Roland Tinkhauser. „Das Bruttoinlandsprodukt des italienischen Staates soll nach neuesten Schätzungen im Jahr 2009 um 6% einbrechen, mit sehr wenig Aussicht auf Besserung in den kommenden zwei Jahren. Die minimale erhoffte Erholung im nächsten Jahr mit einer geschätzten Steigerung des BIP um 0,5%, sofern diese dann von den Wirtschaftsinstituten nicht doch nach unter revidiert wird, wird in normalen Konjunkturphasen bereits mit einer Stagnation gleichgesetzt. Noch verheerender wird sich aber die prognostizierte hohe Staatsverschuldung von bis zu 117,5% für das Jahr 2010 auf die Zukunft des Staates auswirken. Man muss kein Finanzexperte sein, um zu verstehen, dass diese Schuldenlast einer Bankrotterklärung gleichkommt, da keine wirkliche Umkehrtendenz für eine Besserung erkennbar ist. Zukünftige Generationen werden entweder mit exorbitanten Steuerlasten zu kämpfen haben oder mit einer stark ansteigenden Inflation. Die Aussichten sind jedenfalls auch für den größten Optimisten alles andere als rosig. Berlusconi betreibt eine ‚Nach mir die Sintflut’-Politik. Was aber bedeutet das für Südtirol? Wir müssen jedenfalls gewappnet sein, gewappnet einerseits, dass der Landeshaushalt sehr viel knapper ausfallen wird als in der Vergangenheit. Andererseits aber muss unser Land Südtirol als Freistaat eigenständig und unabhängig von Italien in einem europäischen Kontext positionieren“, so Tinkhauser. Kommentare (2)
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ein blauer
schrieb:
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ablösesumme für den wechsel aus der kreisklasse in die europäische liga fiele natürlich eine entsprechende ablösesumme an. südtirol könnte sich ja für eine freigabe im gegenzug anteilig auf 20 jahre an den strafzahlungen beteiligen, die italien drohen, wenn es - wie absehbar - die im stabilitäts- und wachstumspakt festgehaltene nettoneuverschuldung (max. 3% des bip) auf zeiten überschreitet. so ganz nebenbei mag ich nicht glauben, dass herrn berlusconi die meldungen zu seinen 'mädchengeschichten' aus den letzten 48 stunden noch gefallen können. ein blauer |
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Freistaat Südtirol ist die große Zukunftsvision - mit oder ohne Durnwalder "Nach mir die Sintflut": die Ähnlichkeiten zwischen Ministerpräsident Berlusconi und Landeshauptmann Luis Durnwalder sind unübersehbar. Letzterer wehrt sich auf Gedeih und Verderb gegen eine Weiterentwickelung der Südtirol-Autonomie zu einem Freistaat. Natürlich: käme es so weit, dann hätte er, Luis Durnwalder, politisch versagt. Denn seine Politik lief immer nur darauf hinaus, a bissl zu verwalten. Also die Autonomie als etwas mehr oder weniger statisches zu betrachten und darin dann allmächtiges politisches Oberhaupt spielen. Deshalb will Durnwalder auch nie daran denken, was nach ihm kommt. Neuere Entwicklungen bezeugen aber eindeutig, dass diese Art von Politik versagt hat. Die Menschen verlangen ZUKUNFTSVISIONEN. Vor allem aber: sie haben es satt, dass Südtirol aufblüht, aber der Staat Italien das Hindernis in Sachen wirtschaftlicher Entwickelung, aber auch Zusammenleben darstellt. Südtirolerinnen und Südtiroler ALLER DREI SPRACHGRUPPEN sind an einer politischen Unabhängigkeit interessiert. Aber das wollen "die da oben" übersehen: wer die Unabhängigkeit verlangt, zerstört ihnen zufolge nämlich das Zusammenleben. Damit haben sie sich einen Vorwurf zurechtkonstruiert, der die öffentliche Diskussion in Südtirol erpressen soll. Doch die Realität wird sie schon noch einholen! Vor allem wir Jugendliche erwarten uns Visionen und Weiterentwicklungen und sind mit dem Bestehenden nicht zufrieden. Wie es unser Parteiobmann Pius Leitner gesagt hat: "Die Jugend will nicht nur Kondominiumsverwalter sein, sondern das Haus Südtirol weiterbauen!" Das kann ich bestätigen! Wir wollen einen Freistaat Südtirol, indem wir endlich selbst über unser Schicksal bestimmen und nicht auf Gedeih und Verderb von "denen da unten" abhängen! Mit freiheitlichen Grüßen, Michael Demanega |
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