|
Freitag, 25. Juni 2010 um 10:14 Uhr |
|
Der Argumentationslinie von Marco Fessler aus Brixen vermag ich nicht zu folgen. Als Deutschlandfan, der sich dem deutschen Sprach- und Kulturraum zugehörig fühlt, weise ich den Vorwurf, mit der deutschen Nationalflagge würden die Italiener provoziert, entschieden zurück. Wer so etwas behauptet, sollte bei Bruno Kreisky nachlesen: Lernen Sie Geschichte! Was ich jedoch bedenklich finde, ist die Behauptung, die Südtiroler seien Italiener. Wenn dies tatsächlich so wäre, hätten wir keine Autonomie. Diese haben wir ausschließlich deshalb, weil wir eben k e i n e Italiener sind. Deshalb muss man die Italiener nicht bekämpfen und schon gar nicht verachten. Wann wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass ein Gegeneinander der Volksgruppen nichts bringt? Offensichtlich dient der Sport für einige – und zwar auf beiden Seiten - als Ersatz für Politik. Dass die Italiener angesichts des frühen Ausscheidens aus dem WM-Turnier in Südafrika selber eine Weltuntergangsstimmung verbreiten, ist eine eigene Geschichte. Politisch ist der Staat am Boden, jetzt auch noch die Nationalmannschaft – das ist zuviel!
L. Abg. Pius Leitner
 |