| Berglandwirtschaft - Keine Kürzungen der Ausgleichszahlungen - Stopp dem Bauernsterben! |
| Montag, 19. Dezember 2011 um 16:32 Uhr | |||
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Im Vorwort von Landeshauptmann Durnwalder und von Landesrat Berger zum Agrar- und Forstbericht heißt es u. a.: „Zwar mag die Ausgangslage in Südtirol besser sein als andernorts, zumal die Flächen noch zu einem Großteil bewirtschaftet werden und es kaum Abwanderung aus der Peripherie gibt, aber allein ist Südtirol nicht in der Lage die nötigen Rahmenbedingungen für den Erhalt der Berglandwirtschaft zu schaffen……Bereits im März 2010 versprach EU-Kommissar Dacian Ciolos auf unsere Anliegen Rücksicht nehmen zu wollen und als im November dann endlich sein Entwurf für die Reform vorgelegt wurde, war klar, dass er Wort gehalten hat und unsere Anregungen ernst genommen wurden……Ein großes Anliegen der Südtiroler Land- und Fortwirtschaftspolitik ist es, für die Berggebiete mit ihren bekannten Produktionsnachteilen eine eigene Bergland- und Bergforstwirtschaftspolitik auf EU-Ebene zu verankern. Die Konkurrenzfähigkeit der Berggebietregionen muss mit gezielten Maßnahmen gesteigert werden……“ Obwohl das „Bauernsterben“ in Südtirol nicht das Ausmaß anderer Länder erreicht hat, stellt es mittlerweile ein ernstes Problem dar. In den vergangenen 10 Jahren haben rund 3.000 landwirtschaftliche Betriebe ihren Betrieb oder ihre Betriebsform aufgegeben. Dabei ging vor allem die Anzahl der Nebenerwerbsbetriebe zurück. Das landwirtschaftliche Durchschnittseinkommen der letzten Jahre ist weiterhin gesunken und widerspiegelt die große Anzahl von Betriebsschließungen. Gesunken ist ebenfalls das Einkommen je Arbeitskraft, die einen Realverlust hinnehmen mussten. Die Preisschere zwischen den Betriebseinnahmen und den Gesamtausgaben hat sich merklich geöffnet und hier wird die prekäre Einkommenssituation der bäuerlichen Landwirtschaften aufgezeigt.
Vor allem muss am Markt eine Chancengleichheit aufgrund unterschiedlicher Produktionsbedingungen hergestellt werden. Als Voraussetzung dafür gelten einheitlich angewandte Umweltstandards z.B. in der Produktion von Milch und Fleisch. Weiters ergeben sich aufgrund der Topographie, Wetter, Klima, Höhenlage und Boden automatisch unterschiedliche Produktionsbedingungen und daraus resultierende Erlöse. Für Südtirol kann die industrialisierte Landwirtschaft, wie sie in einigen Mitgliedsstaaten vorherrscht, nicht das Ziel sein und muss im Interesse der heimischen klein- und mittelstrukturierten bäuerlichen Betriebe abgelehnt werden. Bei den anstehenden Verhandlungen zur Reformierung der „Gemeinsamen Agrarpolitik“ der EU müssen diese Unterschiedlichkeiten berücksichtigt werden.
f o r d e r t
L. Abg. Pius Leitner L. Abg. Ulli Mair L. Abg. Roland Tinkhauser L. Abg. Sigmar Stocker L. Abg. Dr. Thomas Egger
Nach Behandlung des Beschlussantrages im Landtag setzen wir die Diskussion sowie das Abstimmungsergebnis online.
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