Die Freiheitlichen

Gestrichene, freie Faschingsnachmittage bei der Südtiroler Sparkasse auch in diesem Jahr?
Mittwoch, 18. Januar 2012 um 17:09 Uhr

Der Fasching hat auch in Südtirol eine große Tradition und viele Betriebe ermöglichen es ihren Mitarbeitern, diese Tradition auch wahrzunehmen. So war es bei der Sparkasse immer so, dass man die Arbeitszeiten  am „Unsinnigen“ und am Faschingsdienstag umstellte. Während die Arbeitszeiten  gewöhnlich von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr und dann von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr sind, hatte man an den beiden genannten Faschingstagen die Arbeitszeiten insofern geändert, als dass man von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr durcharbeitete und die Mitarbeiter am Nachmittag so frei hatten.
So konnten auch die Sparkasse-Angestellten die verschiedenen Faschingsumzüge- und Veranstaltungen des Landes besuchen und sich darüber erfreuen. Eine besondere Freude sind die Faschingsveranstaltungen natürlich für die Kinder und Eltern hatten so auch die Möglichkeit, mit ihren Kleinen das Faschingstreiben zu besuchen.

Im vergangenen Jahr 2011  hat die Sparkasse mit dieser Tradition gebrochen und die Schalterzeiten auf den ganzen Tag wieder ausgedehnt. Dies sorgte und sorgt bei vielen Angestellten für Unmut. Für mich ist diese Handhabung auch unverständlich, denn wenn man schon im ganzen Jahr als Bank und Sparkassen-Stiftung Kultur vorbildlich unterstützt, weshalb dann nicht auch die Kultur des „Unsinnigen“ und des Faschingsdienstages. Viele Südtiroler organisieren ihre Umzüge  im Ehrenamt und freuen sich, wenn die Menschen sich ihrer Wägen erfreuen. Viele Vereine organisieren im Ehrenamt Faschingskindernachmittage und freuen sich, wenn Eltern die Möglichkeit haben, diese mit ihren Kleinen zu besuchen.  Es muss doch im Sinne einer familienfreundlichen Firmenführung sein, dass man hier den Mitarbeitern entgegenkommt.  Der „Unsinnige“ und der Faschingsdienstag finden halt nicht am Samstag oder Sonntag statt.

 

Im Sinne der Geschäftsordnung wird die Landesregierung um die schriftliche Beantwortung folgender fragen ersucht:

 

  1. Weshalb hat die Sparkasse im vergangenen Jahr 2011 die Möglichkeit des Durcharbeitens der Angestellten von 8.00 bis 14.00 Uhr gestrichen?
  2. Waren etwa die finanziellen Einbußen  der Sparkassen in Südtirol in den vergangenen Jahren derart hoch?
  3. Weshalb unterstützt die Sparkasse Kultur und organisiert Kinderfeste, wenn man den eigenen Mitarbeitern und deren Familienangehörigen so die Freude an der Fasnacht nimmt?
  4. Werden die Sparkassen auch heuer am „Unsinnigen“ und am Faschingsdienstag nachmittags offen halten oder will man wieder den Weg des Respekts vor den Traditionen des Landes und den Bedürfnissen der Mitarbeiter und Familien einschlagen?

 

L. Abg. Sigmar Stocker

 

Hinweis: Antworten auf Anfragen setzen wir in der Regel online, sobald diese durch den Landtag veröffentlicht worden sind. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an den Unterzeichner der Anfrage.

 
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