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Es steht außer Frage, dass infolge der Veralterung unserer Gesellschaft die Pflege eine immer größere Rolle spielt. Statistiken und Prognosen lassen befürchten, dass auf die öffentlichen Haushalte nicht nur finanzielle sondern auch strukturelle Probleme zukommen.
In Südtirol gibt es einen großen Bedarf an Pflegekräften. Mehrere Organisationen und Institutionen bieten entsprechende Ausbildungskurse an mit dem Versprechen, die Abgänger würden eine sichere Arbeitsstelle erhalten. Dies entpuppt sich scheinbar als Märchen. Tatsächlich bekommen Kursabgänger keine Stelle und fühlen sich in die Irre geleitet.
Von offizieller Stelle wird gerne beklagt, der Bedarf an ausländischen Pflegekräften sei deshalb so groß, weil im Lande kein Pflegepersonal verfügbar sei. Dies scheint aufgrund der Klage von Betroffenen ein Vorwand dafür zu sein, Leute anzustellen, die weniger kosten. Was die Lebenshilfe jüngst beklagt hat, nämlich Lohndumping im Sozialbereich, scheint nur die Spitze des Eisberges zu sein.
Die Aufbaugeneration hat es nicht verdient, von ausländischen Pflegern (die wenig Verständnis für Gewohnheiten, Sprache, Kost, Religion usw. aufbringen) betreut zu werden, wenn einheimische Kräfte verfügbar sind.
An die Landesregierung werden folgende Fragen gerichtet:
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1. Wie viele Personen haben in den vergangenen drei Jahren entsprechende Ausbildungskurse für Pfleger abgeschlossen?
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Wer hat neben der Hannah-Arendt-Schule und dem KVW noch solche Kurse angeboten?
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Wie viele Personen, die einen Kurs erfolgreich abgeschlossen haben, haben auch eine Anstellung im Bereich der Pflege erhalten, aufgeteilt auf öffentliche Strukturen und den privaten Bereich?
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Wie viele ausländische Pfleger sind derzeit in Südtirol beschäftigt?
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Wie viele davon arbeiten in öffentlichen Strukturen und wie viele in Privathaushalten?
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Wie viele ausländische Pfleger, die ursprünglich illegal beschäftigt waren, wurden insgesamt saniert?
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Welche Funktion erfüllen die Arbeitsämter bei der Vermittlung von Pflegepersonal?
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Wie viel hat das Land seit Einführung der vier Pflegestufen ausgegeben, aufgeteilt auf die einzelnen Stufen?
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Wie viele Personen sind derzeit in den einzelnen Pflegestufen eingetragen?
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Haben sich die Pflegestufen bewährt oder gibt es Bedarf für Änderungen?
Um eine schriftliche Beantwortung im Sinne der Geschäftsordnung wird ersucht.
L. Abg. Pius Leitner
Hinweis: Antworten auf Anfragen setzen wir in der Regel online, sobald diese durch den Südtiroler Landtag veröffentlicht worden sind. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an den Unterzeichner der Anfrage.
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