| Alpini-Aufmarsch signalisiert vermeintlich italienischen Anspruch auf die Brennergrenze! |
| Freitag, 12. Februar 2010 um 10:02 Uhr | ||||||||||||||||||||||
|
Gesagt werden muss hier allerdings auch und zwar in aller Klarheit, dass das italienisch-nationalistische Problem in und mit Südtirol nicht auf den italienischen Faschismus reduziert werden kann und darf. Wer sich von „patriotischer“ Seite eine rein „antifaschistische“ Argumentationslinie aneignet, wird früher oder später einsehen müssen, dass der Schuss nach hinten los geht. Das Problem ist nämlich viel komplexer und geht weit über den Faschismus hinaus. Es besteht in einem angeblichen nationalistisch-italienischen Anspruch Italiens auf Südtirol, den es vor dem Faschismus, mit dem Faschismus und nach dem Faschismus gegeben hat und nach wie vor gibt – auch wenn dieser Anspruch mit allem drum und dran durch den Faschismus und seinem politischen Totalitarismus entsprechend radikalisiert wurde. Das Gedankengut, auf das die faschistische Italianisierungspolitik in Südtirol gründet, ist allerdings unabhängig vom italienischen Faschismus entstanden und wer das nicht einsieht, verkennt die Tatsachen und landet im Abseits. Dieses Gedankengut wird auch durch die Alpini versinnbildlicht, die durch ihren Aufmarsch in Bozen die Größe Italiens, den Sieg über Österreich und den vermeintlich italienischen Anspruch auf die Brennergrenze verdeutlichen werden. Die führenden Exponenten SVP wird das allerdings nicht weiter stören. Sie haben sich längst mit der Brennergrenze arrangiert. Mittlerweile reinigt nämlich das Hirngespinst eines „Europa der Regionen“ das Gewissen jener, die die Generationen unserer Großeltern „verkauft und verraten“ haben. Unsere Großeltern wurden damals Mitglied einer Partei, von der sie annahmen, dass sie sich für die Selbstbestimmung dieses Landes und die deutschen und ladinischen Südtiroler einsetze. Sie müssen heute einsehen, dass die SVP zum glühendsten Verfechter der Brennergrenze avanciert ist und auch öffentlich dafür sorgt, dass Südtirol 2012 durch den Alpini-Aufmarsch einen italienischen Charakter erhält. Die nachhaltigen Konsequenzen für Bozen sind noch gar nicht absehbar: Was wird - durch einen derartigen Aufmarsch - langfristig gesehen aus der Stadt, um deren deutschen Charakter sich der letzte deutsche Bürgermeister Bozens, der Freiheitliche Julius Perathoner, so bemüht hat? Wer weiß das schon? Wir wissen nur, dass die SVP heute nicht mehr die Sammelpartei der deutschen und ladinischen Südtiroler ist und es auch in Zukunft nicht mehr sein wird. Kommentare (11)
![]()
Zelger Wilhelm
schrieb:
|
|
Wir sind im Jahr 2010 angekommen!!! Der Alpini-Aufmarsch in Bozen kann auch als Gelegenheit genutzt werden um alte Vorurteile der Italienischen Bevölkerung uns Südtirolern gegenüber abzubauen, den Neofaschistischen Parteien den Wind aus den Segel zu nehmen und endlich zusammen die wirklichen Probleme unseres Landes anzupacken. Denn in der Jugend liegt die Kraft Altes zu verstehen und zu vermeiden und Angst hat man nur vor dem Unbekannten.Neue Wege sollten Jugendlichen als eine Gelegenheit dargestellt werden und nicht als das ewig Altes Glabere, dass schon mich immer gestört hat. Nur neues bringt Veränderungen, gute als auch schlechte. Dass es zum Guten kommt liegt an uns selbst aber vor allen an der JUGEND!!! |
|
... @wilhelm Im Jahr 2010 sehen sich die Alpini immer noch als Hüter der "neuen Grenze". Das sagt eigentlich schon alles. Ich gebe ihnen trotzdem Recht: Nur neues bringt Veränderungen, fangen wir mit der Brennergrenze an! Dann wird es zum Guten kommen. |
|
Wir sind im Jahr 2010 angekommen! Jugend bedeutet aus meiner Sicht hauptsächlich zu erhalten, was erhaltenswert ist. Vieles ist erhaltenswert. Die Brennergrenze ist es ganz bestimmt nicht. Ob wir nämlich wollen oder nicht: Der Alpini-Aufmarsch festigt die Brennergrenze. Wenn wir dem Alpini-Aufmarsch unsere Zustimmung geben, dann geben wir indirekt auch der Brennergrenze unsere Zustimmung. Die Beseitigung der Brennergrenze ist allerdings der Hauptgrund, wieso ich Politik betreibe. Gerade weil wir im Jahr 2010 angekommen sind und ich vermeiden will, dass die Brennergrenze in einigen Jahren ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, ist Einsatz gefragt! Wenn die Italiener an der Brennergrenze festhalten, dann ist das ihre Sache; dies kommt aber auf jeden Fall einem Affront uns deutschen Südtirolern gegenüber gleich und unter derartigen Umständen ist das Zusammenleben in Südtirol nicht möglich. Problematischer ist es, wenn die SVP mittlerweile zum größten Verfechter der Brennergrenze avanciert ist. Die Alpini werden im Landtag heute nicht mehr durch Donato Seppi vertreten, sondern durch Elmar Pichler-Rolle! Darüber sollte jeder Südtiroler kurz nachdenken und vor allem auch über den Zustand, dass die Damen und Herren im Edelweiß (und vor allem der Herr Parteiobmann Richard Theiner) im Gedenkjahr ein Theater sondergleichen zu verantworten haben! |
|
... Wunderbarer Artikel - einfach schön geschrieben. Was nur noch fehlt ist die noch präzisere Erklärung, warum unsere Landeshoheit sich so verhält: Macht, Geld, Macht, Geld, Geld, Geld, Geld, Macht! Perfekt und Danke! |
|
Vielleicht eine Chance? Zuerst war ich auch schockiert! Alpini und dazu noch 400.000? Aber dann dachte ich mir: fein, vielleicht sehen da endlich einmal die Mehrheit der Südtiroler, wie es um ihr Land wirklich bestellt ist. Wieviel diese angebliche Autonomie wert ist. Und wer wirklich Herr im Lande ist. Und vielleicht machen uns die Herren noch den Gefallen und marschieren zum Siegesdenkmal. Vielleicht streckt der eine oder andere den rechten Arm. Dann würden unseren Leuten die Augen aufgehen, wen uns die SVP da ins Land geholt hat. Und welches Lied diese SVPler seit Jahren singen. 2012 kommen die Alpini - 2013 sind wieder Wahlen. Wer weiß ob sich die Sache am Ende nicht doch als Vorteil rausstellt, denn soviele Italiener können gar nicht SVP wählen, wie ihr Deutsche Wähler davonlaufen werden! |
|
Alpini Die Alpini sind Besatzungstruppen - das waren sie und sind sie immer noch. Geschickt von Rom, um "die neuen Grenzen zu sichern". Grüße aus IBK |
|
... Als nächstes werden die Alpini die SVPler vor uns Südtirolern schützen müssen, wenn die so weitermachen, und das werden sie bestimmt. Aber es sind ja bald Wahlen .... |
|
Bravo Michael! Den Nagel auf den Kopf getroffen, bravo. Es geht nicht wirklich um die Tendenz der Italiener zum Faschismus. Die Wurzel allen Uebels ist der italienische Anspruch auf Südtirol, den sie erst durchzusetzen verstanden und bis zum heutigen Tag beibehalten konnten. Ob da jetzt noch ein paar den rechten Arm heben und boia chi molla rufen, das macht die Situation doch wirklich nicht noch viel schlimmer, als sie sowieso schon ist. Es ist ein Lichtblick, dass es ausserhalb der STF noch weitere Patrioten gibt, wie M. Demanega, mit dem Potenzial, dieser SVP-Judasbande endlich das Handwerk zu legen und die Südtiroler aus ihrem Dornröschenschlaf wachzurütteln. |
|
Und darum wird auch noch "gerungen" Wenn man etwas machen will, dann setzt man sich dahinter und es klappt auch, so haben wir es von klein auf gelernt... doch ich finde es einen Schwachsinn wenn so viel Energie und Mühe um solch einen "Kampf" verschwendet wird, wenn es anderswo mehr solcher Energie in gutnütziger Arbeit gesteckt wird. Die Zeiten der Alpini sind nunmehr vorbei, wie einst die Feldzüge der alten Römer in Rom, oder die Paraden der russischen Soldaten in Moskau oder deutschen Wehrmacht in Berlin. Ich würde fast schon eine Love Parade auf den Talferwiesen wo auch 200.000 junge Menschen kommen würden interessanter finden. Das Militär von damals hat sicherlich seine Anstrengungen vollzogen, für Vaterland und Heimat doch das Militär ist heute eine hochspezialisierte Einheit welche vor allem in Italien keinen Einzug gefunden hat. |
|
Konzept des Zusammenlebens Ergänzend einige Gedanken….. Natürlich muss und will sich die SVP bei den Italienern für die Stimmen bei den Landtagswahlen und die "Nichtstimmen" bei der Volksbefragung bedanken und so ermunterte der Landeshauptmann, sprich die SVP, mit einem Schreiben die nationalen Alpini zum Aufmarsch in Südtirol. Es werden weitere Geschenke an die Italiener folgen. Es mag grotesk klingen, aber der Gegner spricht jetzt deutsch! Ich gebe Herrn Demanega betreffend Ihrer Ausführungen zu Faschismus und Nationalismus auf allen Linien recht. Der Italiener ist von seiner Grundeinstellung ein eingefleischter Nationalist, ob politisch links oder rechts. Das zeigt sich besonders auch im Umgang mit den über zehn Sprachminderheiten, die es in Italien (abgesehen von Südtirol) gibt. Die große Mehrheit der Italiener schimpf ständig über irgend etwas aber zur Einsicht zu kommen dass Italien ein von Mafiamachenschaften gelenktes Land ist, das zudem noch eine Politikerkaste am Busen nährt, die korrupter nicht sein könnte, das tun sie nicht. Lieber rücken sie wieder zusammen, singen die Mameli-Hymne, schwingen den „Tricolore“, drücken auf die eigenen Tränendrüsen und versprühen Nationalismus in Reinkultur. Dies bis zum nächsten Tag, denn da holt sie die knallharte Realität wieder ein, sobald sie vor verschlossenen Fabriktoren stehen, obwohl ein fein geschniegelter und vor Eitelkeit schwebender Regierungschef ständig sagt es geht aufwärts. Damit wollte ich in Kürze ausdrücken, in welchem Land wir gezwungen sind zu leben. Die Italiener werden niemals, zumindest nicht in den nächsten 50 Jahren für eine Selbstbestimmung zu gewinnen sein. Zurück zu Südtirol: Warum sollten die italienischen Mitbürger eine negative Einstellung zum Faschismus haben? Sehen wir das Ganze doch mal ganz realistisch. Die können gar nicht anders, als die Überbleibsel des Faschismus zu mögen, ja zu verehren. Es war ja schließlich die Regierung Mussolini, die sie nach Südtirol holte, ihnen Wohnung und Arbeit gab, alle erdenklichen Rechte zugestand, sie verwöhnte und mit seidenen Handschuhen behandelte, ihnen Wohlstand schenkte! Ja warum sollten dann diese Menschen gegen ein System sein, das ihnen alles gab? Warum sollten sie schlechte Erinnerungen haben, wenn ihnen damals nur Gutes geschah? Würde wir uns das Sissy-Denkmal in Meran wegnehmen lassen? Nein! Wir haben nämlich gute und positive Erinnerungen an die Kaiserzeit, obwohl auch diese letztendlich eine Diktatur war. Die Tiroler hatten’s gut, die damals norditalienischen Provinzen, Ungarn und die Balkanländer wurden jedoch mit eiserner Hand im Griff gehalten. Die Politik muss hier die Richtung ändern, und das kann nur durch eine neue politische Kraft geschehen. Die Medien auf beiden Seiten, können sich einem vernünftigen Konzept gegenüber nicht verschließen, denn nur ohne Medienhetze und einseitige Berichterstattungen wird es in Südtirol eine Annäherung der Sprachgruppen geben. Den Menschen in Stadt und Land muss ganz klar gesagt werden, dass der SVP Stern am verblassen ist und das dies sicher der Eintritt in einen neuen Zeitraum für unser Südtirol bedeutet. Die Freiheitlichen sollten ein ausgereiftes „Konzept des Zusammenlebens“ ausarbeiten, vorlegen und als Leitfaden für den weiteren politischen Weg benützen. |
|
... Ein sehr gelungenes Schreiben Herr Peter. Ich persönlich finde es ebenso wichtig, der Südtiroler Bevölkerung ein ausgereiftes Konzept bezüglich des zukünftigen Zusammenlebens vorzulegen. Die SVP ist dafür nicht geeignet, da sie den Bezug auf die Realität verloren hat. Die Einladung für das Alpini-Treffen hat sicher größtenteils auch mit dem „disagio“ der Italiener zutun. Eine Frechheit, dass man hierfür 400.000 Alpini herholen muss, um den Italienern in Südtirol ein Stück Heimat darbieten zu können. Jedoch sind auch nicht alle in einem Topf zu werfen. Einige könnten sich sehr wohl ein Leben ohne Italien vorstellen, allerdings nur mit dem Trentino, damit man die Mehrheit nicht verliert. Eine sehr schwierige Situation, die großes Aufklärungsverlangen benötigt. Und dies so schnell wie möglich. Wenn man dann noch die Ausländer mitberechnet, die sich mehr mit dem Staat Italien identifizieren, wie mit dem Land Südtirol, wird die Sache noch komplizierter. Doch je länger man wartet, desto schwieriger die Lage … hier braucht es ein paar sehr schlaue Köfe - und das Alpini-Treffen gibt sicher noch reichlichen Gesprächsstoff. Nützt es! |

|
7.2.2012 Schuldenpaket![]() Der Landeshauptmann hat aus Rom immer noch etwas mitgebracht. Diesmal waren im Paket halt... |
|
2.2.2012 Feste Arbeitsplätze![]() Ministerpräsident Monti will den Arbeitsmarkt revolutionieren. Der feste Arbeitsplatz solle als solcher nur noch... |
|
2.2.2012 Rettet das Land!![]() Landesrat Bizzo stimmt brav in den allgemeinen Chor der Sparmaßnahmen mit ein. (Mwst-Erhöhung, Benzinpreise,... |
|
1.2.2012 Sinkflug![]() Die Gemeinderäte wurden abgerätet ,die Landesräte werden abgerätet,die Air Alps ist abgestürzt,die SVP kriegt... |
|
1.2.2012 Vorschnelle Behauptungen![]() Im Zusammenhang mit dem Leserbrief von Frau Gruber aus Brixen erhebt der SVP-Landessekretär Philipp... |
|
31.1.2012 Alles andere als lustig für die Freiheitlichen von Vahrn![]() Alles andere als lustig für die Freiheitlichen Gemeinderäte von Vahrn war die Verlesung durch... |
|
31.1.2012 SVP Vahrn – frecher geht’s nicht!!![]() Was sich der Redakteur der Informationsschrift der SVP in der Dezemberausgabe, dott. Dietmar Pattis,... |
|
26.1.2012 Kosten der Politik![]() Bei der Diskussion um die Politikergehälter sollte man die Repräsentationsausgaben nicht vergessen, die der... |
|
26.1.2012 LibriKa![]() Libri (Bücher) versteht noch jeder, der die italienische Sprache beherrscht oder sein Latein von... |
|
Mehr unter: Leserbriefe |
Parteibüro der Freiheitlichen
Kirchgasse 62
39018 Terlan
Tel.: 339 824 5109
Fax: 0471 256 054
E-Mail: info@die-freiheitlichen.com
Fraktionsbüro der Freiheitlichen
Südtiroler Landtag - 4. Stock
Crispistr. 6
39100 Bozen
Tel.: 0471 946 212
Fax: 0471 946 301
E-Mail: freiheitliche@landtag-bz.org
