| Thema Selbstbestimmung eignet sich nicht fürs Sommerloch |
| Sonntag, 26. Juli 2009 um 21:57 Uhr | ||||||||||
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Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair weist in einer Presseaussendung die Aussagen des Landeshauptmannes Durnwalder zurück, wonach die Selbstbestimmung unrealistisch sei. Besonders bestürzt zeigt sich Mair vor allem über die Reaktion des Tiroler Landeshauptmannes Günther Platter. Beide hätten so reagiert, als würde man ihnen etwas wegnehmen wollen. „Die resolute, ablehnende Haltung des Tiroler Landeshauptmannes des Themas Selbstbestimmung der Südtiroler gegenüber ist beschämend für jeden aufrichtigen Demokraten. Wenn Platter tatsächlich überzeugt davon ist, dass der Weg Südtirols längst klar sei und Südtirol gemeinsam mit Österreich einzig und allein an der Sicherung der Autonomie im vereinten Europa zu arbeiten habe, dann ist das verantwortungslos und zeigt von wenig visionärer Geisteshaltung“, schreibt Mair. Gerade das heurige Tiroler Gedenkjahr würde sich bestens anbieten, um über die Zukunft Südtirols zu diskutieren und um über die Autonomie hinaus zu denken. Daher sei es politisch unklug und dem Anliegen selbst nicht dienlich, wenn sich immer wieder Einzelne mit dem Thema Selbstbestimmung in der Öffentlichkeit profilieren möchten – ohne sich dabei mit allen deutschen Südtiroler Parteien zu beraten. „Ich persönlich bin der Meinung, dass die ungebetenen Zwischenrufe aus Österreich nicht immer nur gut gemeint sind. Die FPÖ hat seit jeher das Selbstbestimmungsanliegen unterstützt und dafür gebührt ihr auch Dank. Auch dem dritten Nationalratspräsidenten steht es selbstverständlich zu, seine Meinung öffentlich kundzutun, dennoch finde ich ihn als äußerst unpassenden Ansprechpartner für die Selbstbestimmungsbestrebung und sein plötzliches Vorpreschen erachte ich als politisch unklug“, so Mair. „Unser Ziel ist es, die vollständige Unabhängigkeit Südtirols anzustreben. Ein Freistaat Südtirol ist für uns ein notwendiger Kompromiss, mit dem alle Seiten zufrieden gestellt werden können, wenn sie es nur wollen: Deutsche, Italiener und Ladiner. Die Autonomie ausbauen ist nicht mehr genug: denn Italien wird immer noch in wichtigen Entscheidungsbereich Einfluss auf Südtirol nehmen. Zudem geht es nicht immer nur um Kompetenzen, sondern auch um unsere Identität: Wir können für uns auf jeden Fall behaupten, dass wir mit diesem fremden Staat Italien nichts anfangen können. Die Italiener in Südtirol werden mit Österreich nichts anfangen können. Was wäre dann nahe liegender, als gemeinsam das politische Projekt Freistaat anzugehen? Der Freistaat ist das Ziel und die Selbstbestimmung ist der Weg zu diesem Ziel. Die Südtirolerinnen und Südtiroler sollen in einer demokratischen Wahl über ihre staatliche Zugehörigkeit abstimmen sich für einen Freistaat entscheiden können. Wer das wie die politischen Eliten in Südtirol und Österreich verbieten will, hat Demokratie nicht ganz begriffen. Ob wir diesen Freistaat anstreben, um danach Tirol zu vereinigen oder nicht, entscheidet ganz alleine die Bevölkerung beider Landesteile. Das Eine schließt das Andere aber nicht aus, sondern bedingt es. Darüber sollten vor allem die beiden Landeshauptleute, Durnwalder und Platter, einmal nachdenken“, schließt Mair. Kommentare (5)
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Michael Demanega
schrieb:
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Breite Front gegen Selbstbestimmung Hallo Ulli, es ist schon bezeichnend, dass man sich in Österreich zwar immer wieder mit Südtirol befasst, aber nicht den Kontakt zu Südtirol sucht. Das hast Du in deiner Presseaussendung sehr gut hervorgehoben! Bezeichnend auch die breite Front der Ablehnung in den österreichischen Medien. Sollte wirklich einmal einer jener Fälle auftreten, bei denen selbst die SVP die in ihrem Parteiprogramm enthaltene Selbstbestimmung ausruft, dann wird man es nach dieser durch den Landeshauptmann erzeugten Negativstimmung wohl schwerhaben. Aber Durnwalder wird das dann egal sein – er denkt mit seinem Alter nicht Jahrzehnte voraus... Hier auch eine Analyse zur aktuellen Diskussion rund um die Selbstbestimmung: http://www.freiheitliche-jugen...bestimmung Mit freiheitlichen Gruessen, Michael P.S.: Gab es nicht in der SVP nicht auch einmal ein so genanntes "Forum Heimat"? Was sagen die zu den Aussagen ihrer Volkspartei-Genossen? |
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Österreichs Politiker messen mit zweierlei Maß Das Selbstbestimmungsrecht der Völker wurde vom seinerzeitigen US Präsidenten Woodrow Wilson nach dem 1. Weltkrieg in die politische Diskussion eingebracht. Wir wissen natürlich, daß sehr oft in der politischen Praxis nicht danach gehandelt wurde. Dennoch sei bemerkt, daß z.B. das Burgenland (das seinerzeitige Deutsch-Westungarn) nach einer Volksabstimmung zu Österreich kam. Ebenso sei daran erinnert, daß der überwiegende Teil Südkärntens 1920 nach einer Volksabstimmung bei Österreich verblieben ist und nicht dem neugegründeten SHS Staat einverleibt wurde. Dieser geschichtlichen Tatsachen wird in Österreich immer wieder in Gedenkfeiern an denjeweiligen Jahrestagen gedacht. Wenn es um Südtirol und darum geht, daß die Südtirolerinnen und Südtiroler entscheiden sollen, in welchem Staat sie leben wollen, wie eben seinerzeit die Burgenländer und die Kärntner, dann ist auf einmal alles anders. Dann heult eine Allianz aus Schwarzen, Roten und natürlich Grünen auf, dann sind auf einmal die Grenzen für alle Ewigkeit unverletzbar und unantastbar. Diese Haltung ist auch in Hinblick auf die jüngsten Ereignisse in Europa zutiefst verlogen und heuchlerisch. Als der Kosovo einseitig seine Unabhängigkeit von Serbien erklärte, wurde er insgeheim in diesem Entschluß bestärkt und Österreich war einer der ersten Staaten, der den Kosovo im Eilzugstempo anerkannt hat. Ein bekanntes Volksstück trägt den Titel "Der Judas von Tirol". Solche Judasse gibt es in Tirol diesseits und jenseits des Brenner offenbar in großer Zahl, wenn man die Stellungnahmen zur Forderung nach Selbstbestimmung für Südtirol liest. Als Österreicher muß man sich für diese erbärmlichen österreichischen Politiker schämen. Das ist nicht das Verhalten einer angeblichen "Schutzmacht" der Südtiroler Interessen, sondern eher das Verhalten eines Zuhälters im Dienste der italienischen Interesse und deren Machterhaltung. |
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Platter weiß nichts; Platter einladen Vielleicht sollten die F einmal Platter einladen und ihm die Lage erklären. Es könnte sein, dass Platter einfach die Sachlage noch nicht erklärt wurde und er noch mit dem politischen Wissen von vor 20 Jahren denkt, wo Unabhängigkeit tatsächlich noch weiter weg war. |
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Was ist Selbstbestimmung? Dazu gibt es ein interessantes Referat: http://www.referate10.com/refe...g-reon.php |
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... Spätenstens jetzt muß wohl jeder verstehen das wir mit der S.V.P. und der Ö.V.P. nie und nimmer von Italien wegkommen !!! sie haben mit ihren Aussagen endlich die Katze aus den Sack gelassen. "Hilf dir selbst dann hilft dir Gott" und so ist es auch bezüglichin Sachen Selbstbestimmung !! |
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