Zingerle: „Schulen ohne Gott?“

Veröffentlicht am 08.11.2017
Landesregierung verschließt Augen vor kulturellem Niedergang – Multikulti-Romantiker übernehmen das Heft.
 
Vor zwei Monaten begann für Südtirols Kinder und Jugendliche das neue Schuljahr. Die katholische Religion ist dabei ein Teil des Unterrichtes und des Schuljahres. Neben einem Eröffnungsgottesdienst sind auch die Abschlussgottesdienste bekannt. Eltern berichten allerdings, dass in einigen Schulen keine Eröffnungs- oder Abschlussgottesdienste mehr stattfinden. Der freiheitliche Landtagsabgeordnete und Jugendkoordinator, Hannes Zingerle, intervenierte bei der Landesregierung und forderte einen aktuellen Situationsbericht an.
 
„Entweder will die Landesregierung und an vorderster Front Landesrat Achammer keine Auskunft über die Eröffnungs- und Abschlussgottesdienste an Schulen erteilen oder dem kulturellen Niedergang wird der rote Teppich ausgerollt“, hält der freiheitliche Landtagsabgeordnete Hannes Zingerle in einer Aussendung einleitend fest. „Die Landesregierung sieht es nicht als achtenswert an, die derzeitige Situation an Südtirols Schulen zu erheben. Eine lange Tradition rund um die Eröffnung und den Abschluss eines Schuljahres hat keinen Stellenwert mehr und wird vielerorts verwässert und aufgegeben“, kritisiert der freiheitliche Jugendkoordinator.
 
„Werteverfall, Nihilismus und die Aufgabe der eigenen Kultur und Traditionen haben aufgrund der falsch verstandenen Toleranz gegenüber den Einwanderern Einzug in unser Land gehalten. Die Gleichgültigkeit der Landesregierung gegenüber den Werten der Heimat, auf denen Tirol sein Fundament errichtet hat, spiegelt diesen Trend wider. Aus dem christlichen Glauben sind über die Jahrhunderte unsere Wertevorstellungen gewachsen, unsere Kultur und unsere Überzeugungen. Aber anscheinend stellt es heutzutage kein Problem dar, diese fallen zu lassen, wenn sich Einwanderer mit einem anderen kulturellen Hintergrund davon „belästigt“ fühlen“, wettert Zingerle.
 
„Von der Landesregierung erwarte ich angesichts ihrer linksideologischen Einstellung keine Trendwende in dieser Angelegenheit. Die Identität, der kulturelle Hintergrund und die Fundamente unserer Heimat spielen dabei keine Rolle. Schlussendlich wird mit einer schleichenden Aushöhlung der Traditionen und des kulturellen Guts auf allen erdenklichen Ebenen der Weg für den Rückbau unserer Autonomie geebnet. Dem gilt es mit der Besinnung auf unsere Werte und Identität zu begegnen“, so Zingerle abschließend.