Zika-Virus in Südtirol

Veröffentlicht am 19.07.2016
Freiheitliche Landtagsanfrage

Wie bereits aus Medienberichten hervorging, hat sich eine Südtirolerin bei ihrer Reise mit dem gefährlichen Zika-Virus angesteckt. Sie wurde anschließend in der Infektionsabteilung in Bozen behandelt und befindet sich mittlerweile wieder im guten Zustand. Bezüglich der Virusausbreitungsmöglichkeit in Südtirol hat sich der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas mittels einer Landtagsanfrage informiert.

Die Landesrätin Martha Stocker gibt in ihrer Antwort bekannt, dass dieses Virus durch bestimmte Stechmücken übertragen wird, die vor allem in den tropischen Klimazonen vorkommen würden. Auch von der Tigermücke, die in bestimmten Gebieten Südtirols vorkommt, könne der Virus übertragen werden. Deshalb habe das Ministerium den Sanitätsbetrieb beauftragt, im Falle einer manifesten Zika-Virus-Erkrankung rechtzeitig mit spezifischen Insektiziden gegen die Tigermücke um den Wohnort der erkrankten Person einzugreifen. Zudem soll eine Monitorisierung des Vorkommens der Tigermücke in der Umgebung der angesteckten Person mindestens 2 Wochen ab Krankheitsmeldung durchgeführt werden. Des Weiteren soll im Umkreis von 200 Metern eine Entfernung der Mückenlarven und der adulten Mücken stattfinden. Die Bewohner sollten zusätzlich darüber informiert werden, wie Mückenstiche vermieden werden können, erklärt Stocker weiter.

Auf die Frage, wie die Behandlung von Patienten aussehen würde und ob es in Südtirol einen Impfstoff gegen den Virus geben würde, antwortete Stocker, dass die Erkrankung meist symptomatisch behandelt und es noch keinen zugelassenen Impfstoff geben würde.

Abschließend erkundigte sich der Freiheitliche Abgeordnete darüber, ob die Landesregierung gedenkt eine Kampagne zu starten, um die Südtiroler Bevölkerung besser über die Infektionskrankheit und ihre Auswirkungen zu informieren. Landesrätin Martha Stocker entgegnet darauf, dass der Sanitätsbetrieb auf seiner Web-Seite verschiedene Informationen über das Zika-Virus veröffentliche und zudem würden auch die Dienste für Hygiene und öffentliche Gesundheit in den Gesundheitsbezirken Bozen, Meran, Brixen und Bruneck Informationen über die Gesundheitspräventionen bei Auslandsreisen geben.