Wolf und Bär gehören nicht hierher

Veröffentlicht am 31.03.2017
Forderung der Bürgermeister mehr als nachvollziehbar

„Wolf und Bär gehören nicht zu Südtirol“, das schreibt Lois Taibon von den Freiheitlichen in einer Aussendung. Die jüngsten Berichte über das Vorkommen von Wölfen in Südtirol müssen mit kritischem Augenmerk betrachtet werden, schließlich würden diese Tiere nicht nur ein Feindbild für viele heimische Nutztiere, sondern auch für zahlreiche Wildtierarten darstellen, so Lois Taibon. Die gerissenen Rehe in den Gadertalern Wäldern seien Beispiel genug für die Unverträglichkeit und die angerichteten Schäden dieser Raubtiere. Für Taibon sei die Forderung der Bürgermeister der Gemeinden von St. Pankraz, Ulten, Proveis und Laurein nach einem wolffreien Südtirol mehr als nachvollziehbar. Das von diesen an den Südtiroler Landtag gerichtete Schreiben dürfe nicht unberücksichtigt bleiben.

„Während unsere Vorfahren mit gutem Grund alles daran gesetzt haben, die Wölfe und Bären auszurotten, werden diese Tiere nun mit viel Steuergeld und Bürokratie neu angesiedelt. Das kann es nicht sein. Es stellt sich einfach die Frage, was Priorität hat: Die für die Wildnis geschaffenen Raubtiere oder der einheimischen Tierbestand, der zur Versorgung und zum Einkommensprozess unserer Bauern gehört? Dort, wo es von Menschen keine besiedelten Gebiete gibt, sind Wölfe und Bären sicherlich besser aufgehoben“, schreibt der freiheitliche Lois Taibon.

Auch die in diesem Zusammenhang letzthin geäußerte Drohung der italienischen Tierschutzvereinigung OIPA, den gegenwärtigen Direktor des Bauernbunds Siegfried Rinner anzuzeigen, weil er einen Abschlussplan für Wölfe gefordert hatte, bezeichnet Taibon als lächerlich. Der Freiheitliche fordert vielmehr Landesrat Arnold Schuler dazu auf, in Rom Tacheles zu reden. Für ihn sollte die Landesregierung nach dem Vorbild der Schweiz den Mut aufbringen, eigene Wege zu beschreiten und den Wolf abschießen lassen.