Wolf und Bär – eine schier unendliche Geschichte

Veröffentlicht am 19.10.2017
Land ist auf eine Minimallösung bedacht.
 
„Die Zuständigkeit für die Problematik Wolf und Bär wird nie ausschließlich Landessache sein“. Mit diesen Worten antwortet Landesrat Arnold Schuler auf die Anfrage von Walter Blaas, der in dieser Problematik eine genaue Auskunft von der Landesregierung gefordert hatte.
 
„Ich bin von der Auskunft von Landesrat Arnold Schuler schon enttäuscht. Ich hätte mir erwartet, dass das Land in der Angelegenheit Wolf und Bär endlich für klare Verhältnisse sorgen würde. Stattdessen geht das Land davon aus, dass Südtirol nicht die primäre Zuständigkeit im Bereich Jagd und Umweltschutz erlangen wird und man sich lieber an die gesetzlich übergeordneten Bestimmungen der Europäisches Union und des Italienischen Staates halten wird“, bedauert Walter Blaas von den Freiheitlichen. „Bislang wird innerhalb der Europäischen Union jede Entnahme von Großraubtieren erst dann möglich, wenn die zuständigen EU-Behörden damit einverstanden sind und die europäischen Artenschutzbestimmungen entsprechend abgeändert werden.“
 
Wie bereits von der SVP angekündigt, will man in Rom in dieser Materie eine Durchführungsbestimmung für Südtirol erreichen. „Aus der heutigen Auskunft von Landesrat Arnold Schuler entnehme ich, dass die SVP auf eine Minimallösung bedacht ist. Das ist für uns zu wenig. Wolf und Bär sind für Südtiroler Berglandwirtschaft eine riesige Zumutung. Mittlerweile meldet man sich auch aus Tourismuskreisen für eine Lösung der Problematik zu Wort, weil doch auch die Sicherheit und die Unversehrtheit der Gäste in Mitleidenschaft gezogen werden könnten“, betont der freiheitliche Walter Blaas in seiner Presseerklärung.
 
Die Freiheitlichen hatten bekanntlich schon im Sommer eine Entnahme von gefährlichen Wölfen und Bären gefordert und bemängeln die schwache Performance der Landesregierung in diesem Zusammenhang.