Wölfe in Südtirol – Entscheiden nur mehr realitätsfremde Städter und Bürokraten was in der Landwirtschaft sein darf?

Veröffentlicht am 14.02.2017
Schutz der Nutztiere ein Gebot der Stunde!

"Die ganze Thematik Wolf in den Alpen wird wieder einmal zu einer praxisfremden und bürokratischen Posse für den ländlichen Raum bzw. für die Landwirtschaft. Was ist das für ein Staat, der die Wölfe über alles schützt und die Bergbauern hingegen aufruft, sich den Wölfen bedingungslos anzupassen? Ich wäre damit einverstanden, wenn der Wolf als Tier vom Aussterben bedroht wäre. Aber das ist ganz und gar nicht der Fall. Und deshalb sehe ich nicht ein, dass nun Bergbauern sich auf den Wolf einstellen und zur Kenntnis nehmen müssen, dass Tiere in Zukunft halt eben gerissen werden", so der freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker in einer Aussendung.

"Ein Tier, welches in der Landwirtschaft gezüchtet wird, ist nicht eine bürokratische Kartei in einem Büro, sondern ein Lebewesen aus Fleisch und Blut, mit welchem sich ein Bauer identifiziert, mit dem und von dem er lebt. Ein Bauer sieht ein Tier heranwachsen, entwickelt dazu eine emotionale Bindung und schätzt es. Das gilt auch für alle anderen landwirtschaftlichen Produkte im Tal, wenn beispielwiese Apfel- oder Weinblüten dann zu Äpfeln und Trauben werden. Das erlebt auch ein Reihenhausbesitzer in seinem eigenen Garten! Landwirtschaft ist in Südtirol noch eine emotionale und keine industrielle Arbeit. Deshalb muss man sehr wohl verstehen, dass Bergbauern nicht wollen, dass in Zukunft ihre Tiere von Wölfen gerissen werden. Mir kommt sowieso vor, dass immer mehr realitätsfremde Städter und Bürokraten in der Landwirtschaft entscheiden, obwohl sie keinen praktischen Zugang zum Thema haben (keinen Tau!). Über die Entwicklung im ländlichen Raum müssen jene ein entscheidendes Mitspracherecht haben, die dort leben und ihren Lebensunterhalt bestreiten. Zurufe von weltfremden Schreibtischtätern sind jedenfalls entbehrlich!", so Stocker abschließend.