Wird der Verkehrsknotenpunkt Pillhof untertunnelt?

Veröffentlicht am 17.03.2017
Laut Medienberichten sei es nun sicher, dass der Verkehrsknotenpunkt beim Pillhof in Eppan untertunnelt werden soll. Die neue technische Lösung sieht vor, dass die Staatsstraße auszubauen und zu begradigen sei, damit eine bessere Zufahrt zu den unterirdischen Tunnel entstehen kann. Der Tunnel selbst wird bei der Kreuzung bis zur Ortschaft Pillhof ungefähr eine Länge von einem halben Kilometer aufweisen. Mit dieser Lösung soll der Verkehr flüssiger gemacht und gefährliche Stellen entschärft werden. Die Lebensqualität im Überetsch soll sich dadurch verbessern. Dies mag alles für eine Tunnellösung sprechen, aber die Kosten von 17,6 Millionen Euro, die dieses Projekt verschlingt, dürfen auch nicht außer Acht gelassen werden!

Es ist auch in Erinnerung zu rufen, dass die Überetscher Gemeinden immer die Tram und nicht den Metrobus wollten! Die Landesregierung argumentierte immer gegen den Bau der Strecke. Die hohen Kosten von etwa 18 Millionen Euro hätten vom Landeshaushalt angeblich nicht gedeckt werden können.

Hinzu kommt, dass ca. 24.000 bis 29.000 Fahrzeuge pro Tag gezählt wurden, die vom Überetsch bis Bozen und zurück verkehren. Von diesem Gesamtverkehr entfällt ca. 50% allein auf den Pendlerverkehr.

Deshalb spricht sich der „Bezirk Bozen Stadt und Land“ für eine Tram ins Überetsch und später ins Unterland aus. Eine Tram hätte viele Vorteile, wie einen hohen Reisekomfort, bedeutend weniger schädliche Emission, keinen Feinstaub, reduzierte Lärmemission und schlussendlich positive Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit der dort lebenden Bevölkerung.

Walter Frick
Bezirksobmann von Bozen Stadt und Land