Wildschweine verwüsten das Pustertal

Veröffentlicht am 17.08.2016
Freiheitliche Intervention im Landtag

In den vergangenen Monaten wurden immer wieder Wildschweine im Pustertal gesichtet. Aus Medienberichten ging hervor, dass sie sich in Reischach, am Kreuzbergpass, in Toblach, Prags und Mühlbach befinden sollen. Vor allem die milden Winter der letzten Jahre haben das Wachstum der Wildschweinpopulation begünstigt. Dass diese Tiere zur Plage werden können, zeigte sich bereits vor dem Winter 2009. Sie neigen dazu Almwiesen und Weideland aufzuwühlen. Die verursachten Schäden müssen mit einem großen Aufwand wieder beseitigt werden. Der Freiheitliche Fraktionssprecher im Südtiroler Landtag, Pius Leitner, intervenierte umgehend mit einer Anfrage.

„Insgesamt wurden vier Wildschweine vor etwa einem Monat im Pustertal gezählt“, hält der Freiheitliche Fraktionssprecher Leitner in einer Aussendung mit Blick auf die Antwort auf seine Anfrage einleitend fest. „Die eingewanderten Wildschweine wurden in der Zwischenzeit allesamt erlegt. In den vergangen Jahren habe es bereits ähnliche Vorfälle gegeben“, hält der Freiheitliche Landtagsabgeordnete fest.

„Eine ganzjährige Population an Wildschweinen gebe es zwar in Südtirol und insbesondere im Pustertal noch nicht, aber seit rund zwei Jahrzehnten mehren sich die Sichtungen. Auf der Suche nach neuen Lebensräumen würden die Tiere aus dem Osten in Richtung Westen vorstoßen und in die östliche Landeshälfte einwandern“, erklärt Leitner mit Blick auf die vorliegenden Informationen.

„Vor allem in den Almbereichen sind Schäden aufgetreten, die in mühsamer Handarbeit wieder beseitigt werden mussten. Die Schäden wurden in der Vergangenheit vom jeweiligen Jagdrevier vergütet“, hält der Freiheitliche Landtagsabgeordnete fest und warnt vor massiven Schäden durch die weitere Ausbreitung der Wildschweine. „Eine explosionsartige Ausbreitung der Tiere, wie dies in Berlin geschehen ist, ist unbedingt zu vermeiden. Die Folgen für die Umwelt wären gravierend“, unterstreicht Leitner abschließend.