Wiedereinsetzung des Notarztdienstes in Gröden – Freiheitlicher Beschlussantrag

Veröffentlicht am 26.10.2016
Dringende Maßnahmen gefordert

Der Freiheitliche Gemeinderat in St. Ulrich, Manuel Kasslatter, fordert in einem Beschlussantrag die Wiedereinsetzung des Notarztdienstes. Der Antrag soll auch im Gemeinderat von Wolkenstein, St. Christina und Kastelruth behandelt werden, damit die Notwendigkeit des Dienstes erkannt und einer Problemlösung zugeführt wird.

„Der eingereichte Freiheitliche Beschlussantrag sieht vor, dass der Bürgermeister und die zuständige Referentin beauftragt werden sollen, sämtliche notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den notärztlichen Dienst im Grödnertal wieder von den Hausärzten mit einer Notarztausbildung zu gewährleisten“, umreißt der Freiheitliche Gemeinderat Manuel Kasslatter die Forderung des Beschlussantrages. Die Umsetzung soll in enger Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern der anderen Gemeinden in Gröden und den zuständigen Stellen der Landesverwaltung sowie der Landesrätin erfolgen.

Kasslatter hat bereits die Räte der anderen Gemeinden kontaktiert, damit auch dort der Antrag eingebracht und behandelt wird. „Das Ziel ist eine breite politische Bekundung zur Notwendigkeit des Notarztdienstes in Gröden“, hält der Freiheitliche Gemeinderat fest.

„Bis August 2015 war der notärztliche Dienst im Grödnertal durch drei Hausärzte mit Notarztausbildung im Tal gedeckt“, beschreibt Kasslatter die ehemalige Situation. „Der Dienst hat immer einwandfrei funktioniert und stellte einen Mehrwert für die Bürger und Touristen des Grödnertales dar. Seit über einem Jahr hat das Land Südtirol per Dekret diesen Dienst unterbunden, seitdem müssen Notärzte aus den naheliegenden Krankenhäusern angefordert werden“, stellt der Freiheitliche Gemeinderat die herrschenden Umstände dar.

„Tagsüber und bei Schönwetterlage ist dies im Regelfall kein Problem, nachts und bei schlechtem Wetter hingegen ist die Anreise eines Notarztes aus Brixen oder Bozen in angemessener Zeit (die Hilfsfrist ist allgemein auf 15 Minuten begrenzt) nicht möglich“, unterstreicht Kasslatter.

„Aus Kostengründen wurde dieser Dienst sicherlich nicht abgeschafft, zumal der Einsatz eines Hubschraubers um ein Vielfaches teurer ist als der Einsatz eines Notarztes vor Ort mit einem PKW“, gibt Manuel Kasslatter zu bedenken und verweist abschließend auch auf die hohe Anzahl von Touristen. „Das Tourismusgebiet Gröden beherbergt insbesondere während der touristischen Saisonen zehntausende Menschen und hat deshalb hinsichtlich einer notärztlichen Versorgung besondere Bedürfnisse.