Wahlalter nicht auf 16 Jahren herabsetzen

Veröffentlicht am 12.05.2017
Schulen vor Parteipolitischem Missbrauch schützen

"Zurzeit diskutieren wir im Landtag das Wahlgesetzt. Darunter gibt es auch Meinungen, das Wahlalter auf 16 herunterzusetzen. Ich bin der Meinung, dass dies keine besonders weise Entscheidung wäre und auch keine Aufwertung für Wahlen und für die Jugendlichen selbst darstellt“, so der freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker in einer Aussendung.

"So wie die Jugendlichen mit 18 Jahren die gesetzliche Volljährigkeit erlangen oder den Führerschein machen dürfen, so sollten sie weiterhin auch erst ab diesem Alter bei Wahlen mitbestimmen können. Nicht, dass ich kein Vertrauen in Jugendliche setze, aber ich glaube, man sollte sie auch nicht zwanghaft zu Erwachsenen hochpeitschen. Bis dato ist und bleibt der 18. Geburtstag für den Jugendlichen das Tor zum Erwachsen werden“, so Stocker weiter.

"Sehr bedenklich ist, dass mit dem Wahlrecht ab 16 der Verpolitisierung in den Schulen die Türen geöffnet werden. Bei Wahlen würden Schüler zu einer wichtigen Klientel für die Parteien. Kann aber ausgeschlossen werden, dass manche Lehrer die Schüler zu gewissen Parteien hinlenken würden? Ich denke nicht. Man sehe sich doch an, wie gewisse Lehrer sich gegen Leibchen wehren, welche den Namen Tirol tragen und das ginge einen Lehrer schon gar nichts an! Ich bin der Meinung, dass je weniger Parteipolitik - und hier meine ich nicht politische Bildung - in die Schulen hineinkommt, desto freier ist eine Schule und das soll auch so bleiben. Wenn man das Wahlalter senken würde, würde man die Schulen für Parteienwerbung natürlich öffnen“, so Stocker abschließend.