Von Ach: „Zellers Aussagen zu Doppelpass inakzeptabel“

Veröffentlicht am 22.12.2017
Bozen - Der freiheitliche Generalsekretär Florian von Ach weist die Aussagen des römischen Senators Karl Zeller in der gestrigen „Neuen Südtiroler Tageszeitung“ entschieden zurück. „Man kann nur den Kopf schütteln ob solcher Provokationen: wohl aus Frust, dass nun ein historischer Schritt für Südtirol von Menschen umgesetzt wird, die nicht nur reden, sondern auch handeln, vergreift sich Senator Zeller klar im Ton“, so von Ach.
 
„Dem FPÖ-Südtirolsprecher Werner Neubauer „Zündelei“ vorzuwerfen und sogar eine Art „Einreiseverbot“ für ihn zu fordern, macht fassungslos. Hier spricht der Neid derer, die hofften, der Doppelpass möge niemals kommen - so wie man wohl hofft, weder Vollautonomie noch Selbstbestimmung mögen jemals kommen. Werner Neubauer hat mit seinem unermüdlichen Einsatz bewiesen, dass man auch große Projekte erfolgreich zum Ziel führen kann. Ihm gebührt unser Dank, nicht polemische Kritik. Zudem sollte sich Senator Zeller fragen, ob er der Sache einen guten Dienst leistet, wenn er all diejenigen, die sich für den Doppelpass einsetzen, als „Zündler“ brandmarkt. Sollte nicht gerade er als Vertreter der Regierungspartei de-eskalierend auf die italienischen Scharfmacher einwirken, die eine legitime Forderung mit nationalistischen Argumenten zu desavouiren zu versuchen? Wir Freiheitliche werden jedenfalls dieses Anliegen, gemeinsam mit unseren Freunden in Wien, weiter konsequent zum Ziel führen. Denn mit dem Doppelpass werden gleich zwei freiheitliche Anliegen umgesetzt: das patriotische Anliegen, denn der Doppelpass stärkt die Identität der deutschen und ladinischen Südtiroler als Österreicher. Und das liberale Anliegen, denn die Entscheidung, den Doppelpass zu beantragen, liegt ausschließlich bei den antragsberechtigten Südtirolerinnen und Südtirolern und ist somit eine freie Gewissensentscheidung, die wir Freiheitliche in allen Bereichen fordern. Unserem Freund Werner Neubauer sei hier nochmals für seinen unermüdlichen Einsatz gedankt und er ist uns ein stets gern gesehener Gast und österreichischer Landsmann, auf dessen Unterstützung wir vertrauen können!“ so von Ach abschließend.