Volkstumspolitische Fehlentscheidung in Bozen

Veröffentlicht am 16.11.2016
Die Holzstatuen der kapitolinischen Wölfin und des Markuslöwen, die in den 1930er Jahren geschaffen worden sind und seither auf zwei Masten an der Talfer zwischen Talferbrücke und Siegesdenkmal standen, wurden im vergangenen Mai aus Sicherheitsgründen abmontiert. Nun sollen sie, nach dem Ratsbeschluss der Bozner Stadtregierung, durch Kopien ersetzt werden!

Die originalen Statuten sollen nach ihrer Restaurierung in einem Museum untergebracht werden. Auch wir Freiheitlichen haben schon seit Längerem gefordert, dass sie in das nahegelegene Dokumentationszentrum unter dem sogenannten Siegesdenkmal Platz finden könnten. Weiters sprechen wir uns kategorisch gegen die Aufstellung von Kopien der Statuen in Bozen aus. Es kann doch nicht sein, dass man in der heutigen Zeit noch faschistische Relikte neu angefertigten lässt und sie mitten in Bozen aufstellt! Laut Medienberichten sollen für die Restaurierungsarbeiten und die neue Anfertigung insgesamt Kosten in der Höhe von etwa 65.000 Euro entstehen.

Die Bozner Stadtregierung und Bürgermeister Renzo Caramaschi zeigen mit dieser Entscheidung ihre wahre Gesinnung gegenüber der deutschen Minderheit in Bozen. Wichtiger wäre die katastrophale Verkehrssituation in Bozen in den Griff zu bekommen und nicht das Rad der Geschichte zurückzudrehen!

Bezirksobmann von Bozen Stadt und Land
Walter Frick