Verweigerte Nachzahlungen an Rotes-Kreuz-Mitarbeiter

Veröffentlicht am 14.06.2016
Freiheitliche Intervention im Landtag

Aufgrund von Sparmaßnahmen der italienischen Regierung seien mit Anfang 2012 italienweit Stellen beim Roten Kreuz abgebaut worden, in Südtirol rund 30. Es habe sich hierbei um Mitarbeiter mit befristeten Verträgen gehandelt. Deren Verträge seien oft über 10 Jahre lang erneuert worden und die Mitarbeiter hätten in dieser Zeit gegenüber ihren Kollegen mit unbefristeten Verträgen Lohnnachteile, bspw. keine Zulagen, Altersvorrückungen usw., in Kauf nehmen müssen. Die Mitarbeiter hätten deshalb Nachzahlungen eingeklagt und vor dem Arbeitsgericht und Oberlandesgericht Recht bekommen. Allerdings hätten sie bis jetzt keinen Cent erhalten, da bis zum Abschluss des Sanierungsplans für das Rote Kreuz (voraussichtlich 2017) Pfändungen und Einzelvollstreckungen von politischer Seite gestoppt worden seien. Der Freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner, erkundigte sich über die Auswirkungen auf Südtirol.

„Die Landesregierung ist erst seit Kurzem über die möglichen Auswirkungen des Staatsgesetzes, welches das Stabilitätsgesetz 2016 betrifft, informiert. Im Artikel 1, Absatz 397 ist eine Klausel für das ‚Rote Kreuz‘ vorgesehen. Nun müsse verstanden werden, welche Schulden auf staatlicher Ebene in welcher Form abgegolten werden und in welchen Zeitspannen“, entnimmt Leitner einleitend aus den vorliegenden Informationen und kritisiert die haltlosen Zustände im staatlichen Gesundheitsbereich.

„Die Landesregierung werde zusammen mit den Parlamentariern in Rom die Situation genau verfolgen und wird gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen“, so Pius Leitner abschließend mit der Forderung eine rasche Lösung für die betroffenen Mitarbeiter des Roten-Kreuzes zu finden, sodass sie die ihnen zustehenden Entlohnungen erhalten.