Verwaltungsräte der Tochtergesellschaften von SEL und Etschwerken müssen bis Ende April zurücktreten

Veröffentlicht am 13.04.2016
Mit der Fusion von SEL und Etschwerken wurden mehrere Betriebe zusammengelegt. Durch diese Neueinteilung müssen auch die Verwaltungsräte neu bestellt werden. Dafür müssen die Verwaltungsräte der Vorgänger-Tochtergesellschaften allesamt ihren Rücktritt einreichen. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Pius Leitner erkundigte sich in einer aktuellen Anfrage im Landtag über diesen Prozess und etwaigen Problemen.

Landesrat Richard Theiner teilt dem Abgeordneten in seiner Antwort mit, dass man sich dafür entschieden habe, den Prozess zur Ersetzung der Vertreter der Alperia AG in den Verwaltungsräten der verschiedenen Tochtergesellschaften weitestgehend mit den Gesellschafterversammlungen, in denen die Bilanzen zum 31.12.2015 genehmigt werden, abzuschließen. Die Rücktritte würden also erst nach der jeweiligen Bilanzgenehmigung Wirksamkeit erlangen, so Theiner. Die Gesellschafterversammlungen müssen laut Gesetz innerhalb Ende April stattfinden.

Bis dato hätten alle Verwaltungsräte, mit Ausnahme jener der Etschwerke Netz AG und der Etschwerke Trading AG, ihre Rücktritte eingereicht. Die beiden letzteren Verwaltungsräte hätten als Begründung angeführt, dass sie noch weitere und genauere Informationen über die Rücktrittsaufforderung erhalten möchten. Dem sei die Alperia nachgekommen, betont Theiner weiter.

Leitners Frage, ob es zutreffe, dass in die Verwaltungsräte der Tochtergesellschaften der Alperia keine Verwaltungsräte aufgenommen wurden, die vorher in den Verwaltungsräten von SEL und Etschwerken saßen, verneint der Landesrat. Dies würde nicht zutreffen. Ebenso wie Leitners Frage, ob es stimme, dass einige Verwaltungsräte von SEL und Etschwerke-Tochtergesellschaften gerichtlich vorgehen wollen. Bis dato sei bei der Alperia diesbezüglich nichts Schriftliches eingegangen, erklärt Landesrat Theiner abschließend.