Verteilung von 700 Asylbewerbern im ganzen Land

Veröffentlicht am 30.05.2016
Landtagsabgeordneter Walter Blaas fordert transparente Informationen

Laut Medienberichten muss das Land Südtirol im Zuge des gesamtstaatlichen Verteilungsschlüssels für Asylbewerber 700 neue Plätze für Flüchtlinge bereitstellen. Bis Ende April sollten von den Bezirksgemeinschaften und Gemeinden die Immobilien namhaft gemacht werden, die für die Unterbringung der Asylbewerber zur Verfügung stehen. Der Landesparteiobmann der Freiheitlichen und Landtagsabgeordnete Walter Blaas forderte von der Landesregierung mittels einer Anfrage Auskunft über die neuen Flüchtlingsheime.

Blaas wollte wissen, ob die Bezirksgemeinschaften und Gemeinden über die zusätzliche Unterbringung von 700 Asylwerbern informiert worden seien und wo die neuen Flüchtlingsheime entstehen werden. Landesrätin Martha Stocker teilt dem Abgeordneten in ihrem Antwortschreiben mit, dass die Bezirksgemeinschaften im Hinblick auf die Ermittlung zusätzlicher Aufnahmekapazitäten für Asylbewerber Mitte April kontaktiert worden seien. Die Auswahl und Bewertung der Standorte sei noch in Gange.

Blaas‘ Frage, ob sich bestimmte Bezirksgemeinschaften und Gemeinden vehement gegen die Aufnahme von Asylbewerbern wehren würden, kann Stocker verneinen. Keine Bezirksgemeinschaft und Gemeinde wehre sich „vehement“ gegen die Aufnahme, so die Landesrätin.

Keine Informationen liegen der Landesregierung bis dato über die demografischen Daten der Asylbewerber vor. Eine von Blaas angeforderte Auflistung des Geschlechts, Alters und Herkunftslandes der Asylbewerber kann die Landesregierung nicht vorweisen. Die aufzunehmenden Personen würden noch nicht fest stehen bzw. sich noch gar nicht im Land befinden, entgegnet Martha Stocker.