Vereinbarung zwischen der Autonomen Provinz und dem FC-Südtirol: 300.000,00 Euro für die Bewerbung der Südtirol-Dachmarke

Veröffentlicht am 28.10.2016
Blaas kritisiert Ausgaben

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas intervenierte im Südtiroler Landtag mittels einer Anfrage, um Auskunft über eine Vereinbarung zwischen dem Land Südtirol und dem FC-Südtirol einzuholen. Mit dem Beschluss der Landesregierung Nr. 871 vom 9. August 2016 wurde ein Betrag von 300.000,00 Euro zur Förderung der Südtirol-Dachmarke mittels FC-Südtirol vorgesehen.
 
„Werbung für die Dachmarke mag gut und recht sein, aber dies muss in einem akzeptablen finanziellen Rahmen geschehen“, betont der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas in einer Aussendung einleitend und verweist auf die Vereinbarung zwischen dem Land und dem FC-Südtirol. „300.000,00 Euro an Steuergeldern sollen dem FC-Südtirol für die Bewerbung der Dachmarke zukommen“, beschreibt Blaas und verweist auf die geplanten Tätigkeiten.

„Ein Südtiroler Qualitätsprodukt soll auf dem offiziellen FC-Südtirol Wandkalender mit einem Exklusivfoto beworben werden“, erläutert Blaas. „Laut Auskunft des Landeshauptmannes sei ein Motiv mit Speck angedacht. Die Produkte aus der Liste der Südtiroler Qualitäts- bzw. g.g.A.-Produkte werden abwechselnd und ohne Angabe von Produzenten dargestellt“, entnimmt Walter Blaas aus den Unterlagen.

Neben dem Wandkalender seien andere Verpflichtungen zu erfüllen. „‘Laut Vereinbarung ist eine Zusammenarbeit mit dem Land bei Veranstaltungen und als Testimonial vorgesehen. Diese werden bei Bedarf im Laufe der Saison festgelegt‘“, zitiert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete aus der Antwort auf seine Anfrage.

„Eine Reihe weiterer Sportclubs unterhält ähnliche Vereinbarungen mit dem Land Südtirol“, stellt Blaas fest, „aber die Ausgaben für die Bewerbung der Dachmarke sind dort deutlich niedriger angesetzt. Ausnahmen bilden der HC Bozen 2000 und Neruda Volley Südtirol, denen 214.000,00 Euro bzw. 100.000,00 Euro zukommen.“

„Insgesamt verschlingt die Bewerbung der Südtirol-Dachmarke eine erhebliche Summe, die in der Folge wieder einen Rückfluss erzielen sollte“, erläutert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete abschließend und fordert Mäßigung bei den Werbeausgaben, die durch Steuergelder finanziert werden.