Verband der italienischen Handelskammern missachtet Zweisprachigkeitspflicht

Veröffentlicht am 13.02.2017
L. Abg. Walter Blaas deckt Missstand auf – kein Pardon bei Verletzung der Zweisprachigkeitsplicht

Im Rahmen des Projektes Excelsior wurden mehrere Betriebe vom Verband der italienischen Handelskammern (Unioncamere) kontaktiert, damit die Unternehmen einen entsprechenden Fragebogen ausfüllen. Sowohl das übersandte Begleitschreiben via PEC-Email als auch der vorgefertigte Fragekatalog waren nur in italienischer Sprache verfasst. Es stellten sich daher unweigerlich die Fragen, ob die heimischen Betriebe erstens zu dieser Auskunft verpflichtet sind und zweitens, ob in diesem Zusammenhang die Zweisprachigkeitspflicht verletzt wurde.

„Erwartungsgemäß hat der Verband der italienischen Handelskammern gegen die Zweisprachigkeitspflicht in Südtirol verstoßen und die geltenden Bestimmungen missachtet“, hält der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas in einer Aussendung einleitend fest. „‘Die Südtiroler Handelskammer hat bereits beim Verband der italienischen Handelskammern auf die Verletzung der Zweisprachigkeitspflicht hingewiesen und wird die entsprechende Einhaltung mit Nachdruck einfordern‘“, zitiert Blaas aus der vorliegenden Antwort.

„Die Verletzung der Zweisprachigkeitspflicht in Südtirol ist kein Kavaliersdelikt und darf unter keinen Umständen ein Pardon erfahren“, betont der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas. „Sowohl mit politischem Druck als auch mit der Aufmerksamkeit der Verbände und Vereine kann gegen die Missstände angekämpft werden“, unterstreicht Blaas.

„Trotz der fehlenden deutschen Version des Fragebogens mussten die betroffenen Südtiroler Betriebe der Auskunftspflicht gegenüber dem Verband der italienischen Handelskammern nachkommen“, gibt Blaas abschließend zu bedenken und sieht darin eine gefährliche Entwicklung zumal Völkerrecht verletzt wurde.