Umwelt für 500.000 Euro verkauft: Weg frei für Müllimporte

Veröffentlicht am 06.12.2016
Landesparteiobmann Walter Blaas: „Seit Jahren haben wir gewarnt“

Der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas, zeigt sich entsetzt über die beschlossenen Müllimporte der neuen PD-geführten Stadtregierung von Bozen. Zwischen 15.000 und 20.000 Tonnen an Hausmüll aus der Nachbarprovinz Trient sollen im Müllverbrennungskomplex in Bozen zusätzlich verbrannt werden.
 
„Bürgermeister Caramaschi rechnet sich einen Gewinn von 500.000 Euro jährlich für die Verbrennung des Mülls aus dem Trentino aus. Im kommenden Jahr sollen die Müllimporte beginnen und der zusätzliche Schwerverkehr wird sich durch das Unterland bis nach Bozen drängen“, hält Walter Blaas in einer Aussendung einleitend fest und sieht darin einen billigen Handel mit Südtirols wertvollem Gut der Umwelt.

„Der Umweltschaden wird sowohl von der Stadtregierung als auch der Landesregierung billigend in Kauf genommen“, kritisiert der Freiheitliche Landesparteiobmann. „Südtirols Umwelt und die Gesundheit der Bürger in Bozen und im Unterland kann nicht mit Geld aufgewogen werden. Die Importe von 20.000 Tonnen Müll ziehen tausende Lastfahrzeuge nach Bozen, welche die Luft weiter belasten“, unterstreicht Blaas.

„Südtirols Umwelt und die Gesundheit seiner Bürger wird verkauft. Den Schaden dürfen alle ausbaden“, kritisiert mit Nachdruck Walter Blaas. „Die Geschichte rund um die überdimensionierte Verbrennungsanlage, die Müllimporte und die Zuständigkeiten ist eine Geschichte der Widersprüche und Ungereimtheiten. Vor wenigen Jahren versicherte Landesrat Theiner, dass es keine Müllimporte nach Südtirol geben werde, heute warten bereits die Mülllastwagen vor den Pforten Südtirols“, erörtert Blaas.

„Südtirol wird zum Müllverwerter eines nicht funktionierenden Systems degradiert. Die abenteuerlichen Argumente zur hundertprozentigen Auslastung der Müllverbrennungsanlage sollen nur die Abhängigkeit kaschieren, in die sich Südtirol durch die Müllimporte begibt“, hält der Freiheitliche Landtagsabgeordnete fest.

„Die Zukunft Bozens und des Unterlandes wird durch dichte Rauchschwanden fremden Mülls und zusätzlichen Verkehrs gezeichnet. Die Verantwortlichen sitzen in den Reihen des PD und der SVP“, so Blaas abschließend.