Tschernobyl war ein erster Warnschuss, Fukushima der zweite

Veröffentlicht am 26.04.2016
Forschung im Bereich alternative Energien und Energieeinsparung verstärken

„Heute gedenkt man an den 30. Jahrestag des Reaktorunglücks von Tschernobyl. Damals sah man erstmals, in welchem Ausmaß Atomkraft auch Gefahren in sich birgt. Kommt es zu einem Supergau, so sind tausende von Menschen betroffen, die sterben oder immerwährende Krankheiten davontragen. Will also heißen: Atomenergie bringt für die Menschen viel Strom, aber das Risiko ist gleichviel höher! Neben Krankheiten bleiben auch die Unfallorte für Jahrzehnte verseucht und unbewohnbar“, schreibt der freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker in einer Aussendung.

„Wir müssen also vermehrt in alternative Energien und vor allem in deren Forschung investieren. Südtirol ist hier schon sehr vorbildlich aber viele Länder, welche in alternative Energie-Ressourcen hätten, bemühen sich zu wenig. Weiters muss vermehrt am Einsparen von Energie gearbeitet werden - die Nacht muss nicht überall zum Tag werden“, so Stocker weiter.

„Tschernobyl war der erste atomare Warnschuss an die Menschheit. Und dass man auch in einem hochtechnologisierten Land wie Japan einen Supergau erleben kann, hat 2011 Fukushima gezeigt, also der zweite Warnschuss. Man stelle sich einen Reaktorunfall in einer europäischen Großstadt vor. Wir müssen also am ständigen Abbau von Atomenergie arbeiten und wir müssen am heutigen Gedenktag zur Kenntnis nehmen, dass auch in Europa ein Reaktorunfall passieren kann“, so Stocker abschließend.