Teures Auswahlverfahren für den Generaldirektor der Landesverwaltung

Veröffentlicht am 27.06.2017
L. Abg. Walter Blaas intervenierte vor über zwei Jahren angesichts des aufwendigen Auswahlprozesses
 
Der Rechnungshof verlangt von der Landesrätin Deeg und dem ehemaligen Personalchef des Landes insgesamt eine Summe von über 12.000 Euro zurück. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas erkundigte sich bereits vor über zwei Jahren mit einer Landtagsanfrage über das Auswahlverfahren des neuen Generaldirektors der Landesverwaltung. Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte damals, dass hierzu ein aufwendiger Auswahlprozess notwendig war. Blaas wollte mehr über diesen bemerkenswerten Auswahlprozess in Erfahrung bringen.
 
Die Landesrätin Deeg hatte hinsichtlich der Vergabe des Postens des Generaldirektors entschieden, die anstehende Ernennung in den lokalen Medien anzukündigen und Bewerber einzuladen. Für die Voranalyse wurde die Agentur „Egon Zehnder“ beauftragt, welche ein Honorar von 10.000 Euro für den Gesamtauftrag, der sich über die Monate Juli und Augst 2014 erstreckte, erhielt. Die Agentur sei international renommiert. Zuzüglich der Mehrwertsteuer und dokumentierter Spesen fielen der öffentlichen Hand 12.625 Euro an Kosten an. Gemäß eines Urteils des Rechnungshofes muss nun die Summe für die Beauftragung der Agentur zurückerstattet werden, da die rechtliche Grundlage hierfür fehle.
 
„Die Argumentation des Rechnungshofes ist nachvollziehbar und die hohen Ausgaben für eine Agentur, welche Auswahlverfahren für das Landespersonal anstellt, sind nicht zu rechtfertigen“, unterstreicht der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas in einer Aussendung. „Bereits als die Vorgänge und die Einbindung einer Agentur bekannt wurden, war es die Pflicht der Freiheitlichen Opposition die Hintergründe mittels einer Landtagsanfrage zu ergründen. Nun hat sich die Wichtigkeit der parlamentarischen Kontrolltätigkeit in diesem Fall wiederum bestätigt“, betont Blaas.
 
„Der sorgsame Umgang mit öffentlichen Mitteln und die Gewährung einer transparenten Verwaltung sind zwei Notwendigkeiten, die es zu wahren gilt“, unterstreicht der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas abschließend mit dem Hinweis auch weiterhin die Vorgänge in der SVPD-Landesregierung genau unter die Lupe zu nehmen.