Taibon: „Gemeinderat von Enneberg/Mareo spricht sich einstimmig für eine wolf- und bärenfreie Gemeinde aus“

Veröffentlicht am 15.12.2017
Bei der letzten Sitzung hat sich der Gemeinderat von Enneberg/Mareo einstimmig für eine wolf- und bärenfreie Gemeinde ausgesprochen.
 
Der Antrag wurde vom Ortsbauernrat von Enneberg, von der Ortsgruppe der SVP und von der Ortsgruppe der Freiheitlichen eingebracht.
 
„Bei der Behandlung des Antrages wurde sofort klar, dass das Thema „Wolf und Bär“ eine sehr emotionale Angelegenheit ist und dass die vergangenen Raubüberfälle im Gemeindegebiet neben Schäden auch für Unsicherheit und Angst gesorgt haben“, schreibt Lois Taibon von den Freiheitlichen in einer Aussendung.
 
In der Diskussion wurde bemängelt, dass die Präsenz von Wölfen und Bären eine akute Gefährdung der Nutztiere im Gemeindegebiet darstellt. Im Gemeindegebiet von Enneberg wurden in den vergangenen Monaten nämlich mehrere tote Tiere aufgefunden, die vom Wolf gerissen worden waren. Gleichzeitig wurden in der Sitzung auch die Auswirkungen des Raubwildes auf den Tourismus besprochen. „Wenn die Bevölkerung und die Gäste sich bei den Wanderungen und Ausflügen Sorgen machen müssten, wirke sich das längerfristig negativ auf den Tourismus aus“, so die Enneberger Gemeinderäte.
 
Die Gemeinde wird nun die Südtiroler Landesregierung und den Südtiroler Landtag auffordern, von Rom die Zuständigkeit für das Management von Wolf und Bär einzufordern, die Ansiedlung von Wölfen und Bären zu stoppen sowie sich für einen angemessenen Bestand von Großraubwildtieren in Südtirol einzusetzen.
 
Lois Taibon
Vizeparteiobmann und Gemeinderat