SVP-Mehrheit lehnt Anpassung der Funktionsebene von Hausmeistern ab

Veröffentlicht am 05.04.2017
L. Abg. Walter Blaas: „Fatales Signal an die Arbeitnehmer im Land“

Im Jahr 2005 ist das an den Schulen tätige Gemeindepersonal an das Land übergegangen. Die Hausmeister, welche damals vom Land übernommen wurden, wurden sofort in die III. Funktionsebene aufgenommen. Hingegen wurden die Hausmeister, welche mittels regulären Landeswettbewerb das Berufsbild des Hausmeisters ausübten, lediglich in der zweiten Funktionsebene beschäftigt. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas legte im Landtag einen Beschlussantrag zur Behebung dieses Missstandes vor. Mit 13 Ja-Stimmen und 14 Nein-Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.  

„Die Politik hätte die Aufgabe, Fehlentwicklungen zu korrigieren und Missstände zu beheben“, unterstreicht Walter Blaas in einer Aussendung einleitend. „Beim Übergang des Gemeindepersonals an das Land wurden die Hausmeister, welche mittels regulären Landeswettbewerb das Berufsbild ausübten, nicht in die III. Funktionsebene übernommen, trotz bereichsübergreifenden Kollektivvertrages“, beschreibt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete die Hintergründe.

„Obwohl die betroffenen Hausmeister die Befähigung als Heizkesselwärter und ein effektives Dienstalter von vier Jahren im Berufsbild Raumpfleger oder die Zugehörigkeit zu einem Berufsbild der II. Funktionsebene vorweisen mussten, wurde die Funktionsebene nicht angepasst. Durch den Übergang des Personals an das Land wurden somit ungleiche Einstufungen bei gleichem Berufsbild geschaffen. In der Vergangenheit wurde zwar versucht diese Ungleichheit mittels Zulage zu kompensieren, was leider überhaupt nicht sinnvoll war und nicht im Sinne der Arbeitnehmerschaft des betroffenen Berufsbilds geschah“, erörtert Blaas die Hintergründe.

„Der Freiheitliche Vorschlag sah vor, sämtliche rechtlichen und verwaltungstechnischen Schritte einzuleiten, damit all jene Hausmeister der II. Funktionsebene, welche mittels regulären Landeswettbewerb das Berufsbild des Hausmeisters ausüben und die Befähigung als Heizkesselwärter und ein effektives Dienstalter von vier Jahren im Berufsbild Raumpfleger oder die Zugehörigkeit zu einem Berufsbild der II. Funktionsebene vorweisen, in die III. Funktionsebene übernommen werden“, erklärt Walter Blaas.

„Die Landesregierung will jedoch das Problem lieber aussitzen, anstatt es zu lösen, da die Anzahl der betroffenen Hausmeister aufgrund von Pensionierungen oder Berufswechsel stetig abnimmt. Die Politik hätte heute die Möglichkeit gehabt, im Sinne der Arbeitnehmer nicht nur ein Zeichen zu setzen, sondern einen Missstand auszuräumen. Umso mehr Kritik ist an die ablehnende SVP-Mehrheit zu richten, da derartige Signale an die Südtiroler Arbeitnehmer fatal sind“, hält Obmann Blaas abschließend fest.