SVP im Landtag hatte nie Interesse am Fortbestand der Geburtenstationen

Veröffentlicht am 29.06.2016
Landesparteiobmann Walter Blaas ruft Erinnerungen an das Abstimmungsverhalten der SVP-Mandatare wach

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas übt massive Kritik an der SVP-Fraktion im Südtiroler Landtag, die kein Interesse am Fortbestand der Geburtenstationen an den peripheren Krankenhäusern in Südtirol hatte.
 
„Die Freiheitlichen verlangten in einem Beschlussantrag, der im September 2014 im Landtag behandelt wurde, den Fortbestand der Geburtenstationen an den Krankenhäusern von Schlanders, Sterzing und Innichen. Der Antrag wurde schließlich mit den Stimmen der SVP-Mehrheit abgelehnt“, ruft der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas in Erinnerung. „Die SVP zeigte schon damals ihr wahres Gesicht und ihr Desinteresse sich gegen die Schließung der Geburtenstationen auszusprechen.“

„Eine besondere Kritik muss den SVP-Arbeitnehmern zugestanden werden, denn ein derart hohes Maß an Unglaubwürdigkeit ist selten festzustellen. Am Tag nach der folgenreichen Abstimmung im Südtiroler Landtag zum Erhalt der Geburtenstationen wurde SVP-Arbeitnehmerchef Helmuth Renzler mit den Worten zitiert: „Mit uns ist eine Schließung der Geburtenabteilungen nicht zu machen.“ Dennoch haben die SVP-Arbeitnehmer tags zuvor bewiesenermaßen gegen den Freiheitlichen Antrag gestimmt. Die Kritik schließt sich hier nahtlos an bestimmte Medien an, die diese Tatsache verschwiegen haben“, erörtert Walter Blaas.

„Da bei den SVP-Arbeitnehmern das Wort mit der Tat nicht übereinstimmte, wurde Tür und Tor für die Schließung der Geburtenstationen von Innichen und nun Sterzing geöffnet“, gibt Blaas abschließend zu bedenken und übt Kritik an derlei Aussagen.