Sun Edison und Sollan Silicon: Freiheitliche fordern Erhalt der Arbeitsplätze für Einheimische

Veröffentlicht am 13.04.2016
Das Schicksal der Betriebe „Sun Edison (Ex-MEMC)“ und „Solland Silicon“ in Sinich soll sich heute entscheiden. Investoren aus China könnten die beiden Unternehmen und deren Arbeiter aus der Krise retten. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Pius Leitner befürchtet aber, dass damit Arbeitsplätze vor allem für Chinesen geschaffen und einheimische Arbeitskräfte stufenweise abgebaut werden könnten.

Leitner wollte deshalb in einer Anfrage an die Landesregierung wissen, wieviele Beiträge das Land den beiden Betrieben in den Jahren 2013-2015 gewährte und was die Landesregierung zu tun gedenkt, damit einheimische Arbeitskräfte nicht entlassen werden.

Aus der Antwort von Landesrätin Martha Stocker geht hervor, dass sowohl das Unternehmen MEMC als auch das Unternehmen Solland Silicon in den genannten Jahren keine Beiträge vom Amt für Industrie und Gruben bekommen haben. Vom Amt für Innovation, Forschung und Universität wurden in den Jahren 2013-2016 der Firma MEMC insgesamt 113.649 Euro an Beiträgen für Forschungsprojekte gewährt. Die Summe der Leistungen aus der Lohnausgleichskasse für die Arbeiter der Betriebe seien der Landesverwaltung hingegen nicht bekannt, da diese zu Lasten des NISF/INPS gingen, so Stocker.

Von Leitner auf die Entwicklung des Personalstandes angesprochen, gibt Stocker bekannt, dass das Personal der beiden Unternehmen in den Jahren 2014 und 2015 zurückgegangen sei. Während im Jahr 2013 insgesamt 466 Angestellte in den beiden Betrieben arbeiteten, waren es 2014 noch 405 und 2015 nur mehr 382 Bedienstete. Landesrätin Stocker versichert in ihrer Antwort abschließend, dass es ein Anliegen der Landesverwaltung sei, die bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten.