Südtirols Drogenproblem

Veröffentlicht am 04.10.2016
Verharmlosende Debatten gefährden Jugendliche – Großes Leid in den Familien Betroffener

Der Freiheitliche Fraktionssprecher im Südtiroler Landtag, Pius Leitner, schlägt Alarm angesichts des ausufernden Drogensumpfs in Südtirol. Fast täglich werden Verletzungen oder Übertretungen im Bereich Suchtmittel festgestellt. Die Folgen sind gravierend, die Kosten für die Allgemeinheit hoch und die persönlichen Schicksale ergreifend. Leitner sieht vor allem in der Verharmlosung der Drogen und in der Legalisierungsdebatte einen Hauptgrund der Problematik. Zudem habe die massive Massenzuwanderung neue Drogenmärkte erschlossen.

„Die Zahlen des Regierungskommissariats sind erschreckend“, hält der Freiheitliche Fraktionssprecher in einer Aussendung einleitend fest, „denn fast täglich werden in Südtirol Drogendelikte verzeichnet. Im Zeitraum der Jahre 2011 bis 2015 wurden jährlich zwischen 205 und 303 Verletzungen oder Übertretungen im Bereich Suchtmittel festgestellt. Meldungen von sogenannten Drogenlandwirten mit Marihuana-Plantagen oder Drogenhändlern und Drogenkonsumenten überschlagen sich. Südtirol hat ein Drogenproblem, das verharmlost wird“, unterstreicht Leitner.

„Im Jahr 2015 waren insgesamt 810 Personen in den öffentlichen Diensten (Dienst für Abhängigkeitserkrankungen des Sanitätsbetriebes) in Behandlung. Hierbei handelt es sich um Personen, welche Substanzen missbrauchen/abhängig sind (häufiger bis täglicher Gebrauch)“, zitiert Leitner aus der Antwort auf seine Anfrage. 626 Personen seien anhängig von Heroin und anderen Opiaten, während die Cannabis-Abhängigkeit bei 128 Personen in Südtirol festgestellt wurde.

„Vor allem die letzthin geführten Debatten rund um die Legalisierung von Cannabis und verharmlosende Diskussionsrunden ob Cannabis eine Chance oder Gefahr sei, führen bei Jugendlichen zu leichtfertigem Umgang mit gefährlichen Substanzen“, analysiert Leitner und übt massive Kritik an den wenig abschreckenden Maßnahmen des Forums Prävention. „Drogen sind und bleiben gefährlich, sie zerstören Lebenswege und kommen letztlich den Steuerzahlern teuer zu stehen. Die Botschaft der Gefährlichkeit, der Illegalität und der Konsequenzen muss unmissverständlich sein. Drogen sind niemals eine Chance sondern stets eine Gefahr“, erörtert Leitner.

„Die sorglosen, relativierenden Diskussionen senken die Hemmschwelle, dass Drogen in Südtirols Feldern kultiviert werden und der Konsum zum Alltag gehört“, unterstreicht der Freiheitliche Landtagsabgeordnete und warnt vor den strafrechtlichen Folgen und dem schweren Leid, das den Familien von Betroffenen zuteilwird.

„Durch die massive Einwanderung kommen auch vermehrt Drogen nach Südtirol“, gibt der Freiheitliche Fraktionssprecher im Südtiroler Landtag zu bedenken und verweist auf Afghanistan, wo der Anbau und Konsum von Drogen zum Alltag gehören. „Ausländer, illegale Einwanderer und Asylanten, die Drogen verkaufen oder konsumieren, sind umgehend abzuschieben“, fordert Leitner abschließend.