Südtiroler Landtag stimmt für Reduzierung der Stundenzahl für das Kindergartenpersonal

Veröffentlicht am 10.06.2016
Landtagsabgeordnete nehmen Freiheitliche Forderung an

Der Südtiroler Landtag hat sich bei seiner heutigen Sitzung für eine Reduzierung der Arbeitszeit von Kindergärtnerinnen ausgesprochen. Die Mehrheit der Landtagsabgeordneten hat die entsprechende Forderung eines Tagesordnungsantrages von Pius Leitner befürwortet. Der Freiheitliche Fraktionssprecher zeigt sich in einer Pressemitteilung erfreut.

„Gestern versammelten sich zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage Kindergärtnerinnen und pädagogische Mitarbeiterinnen vor dem Landtag, um der Landesregierung und den Abgeordneten ihre aktuellen Sorgen vorzutragen. Im Wesentlichen geht es dabei um die Forderung nach einer Personalaufstockung und Reduzierung der Stunden sowie um eine Erneuerung des Kollektivvertrags“, führte Leitner in seinem Antrag ein.

Die hohe Qualität der Südtiroler Kindergärten sei gefährdet, da die Kinderzahl, zumal in den deutschen Kindergärtengärten, zu einer starken Belastung des Personals und zu einem Klima der Unzufriedenheit führe, so Leitner weiter. Der Freiheitliche Abgeordnete forderte deshalb im beschließenden Teil seines Antrags eine Reihe von Maßnahmen zur Entlastung des Kindergartenpersonals.

Von der Landtagsmehrheit angenommen wurden Leitners Forderungen, das Ungleichgewicht zwischen deutschen und italienischen Kindergärten zu beheben und der steigenden Zahl von ausländischen Kindern Rechnung zu tragen sowie die Forderung nach einer Reduzierung der Stundenzahl für das Kindergartenpersonal im Rahmen des neuen Kollektivvertrages.

Pius Leitner zeigte sich erfreut über die Annahme seiner Forderungen und hob die Bedeutung einer Entlastung der Kindergärtnerinnen hervor. „Da sich Abgänger der bildungswissenschaftlichen Fakultät der Uni Bozen mittlerweile sowohl für den Kindergarten als auch die Grundschule entscheiden können, hat der Kindergarten oft das Nachsehen, da der Gehalt einer Lehrperson höher ist. Die Politik sollte deshalb alles daran setzen, den Beruf der Kindergärtnerin wieder attraktiv zu machen, ansonsten droht uns nach dem sich abzeichnenden Lehrermangel bald auch ein Kindergärtnerinnenmangel“ so Leitner.