Südtiroler Freiheitliche im Nationalrat in Wien – Antrittsbesuch bei FPÖ-Spitze

Veröffentlicht am 29.06.2017
Wien / Bozen – Am Mittwoch, 27.06.2017, war die Spitze der Südtiroler Freiheitlichen im österreichischen Parlament in Wien und folgte der „Aktuellen Stunde“ zum Südtirol-Thema „25 Jahre Streitbeilegung zwischen Österreich und Italien“. Im Anschluss fand ein erstes offizielles Treffen mit den FPÖ-Funktionären, allen voran Bundesparteiobmann Heinz Christian Strache und dem Dritten Präsidenten des Nationalrates Norbert Hofer statt. Die „Aktuelle Stunde“ war auf Antrag des freiheitlichen Südtirol-Sprechers Mag. Werner Neubauer anberaumt worden.
 
Unter der Führung von Obmann Andreas Leiter Reber verfolgten Fraktionssprecherin Ulli Mair, Obmann-Stellvertreter Lois Taibon, Generalsekretär Florian von Ach und Landtagsabgeordneter und Jugend-Koordinator Hannes Zingerle die spannende Debatte dazu im Nationalrat.
„Es zeigte sich dabei zum wiederholten Male, dass Südtirol in der FPÖ den zuverlässigsten Partner in Wien hat“, so der Kommentar von Andreas Leiter Reber zur Nationalratsdebatte. „FPÖ-Klubobmann HC Strache und der freiheitliche Südtirolsprecher Werner Neubauer würdigten die unzweifelhaften Erfolge der Südtirol-Autonomie, doch sie gingen auch auf die Schattenseiten ein, die es noch anzugehen gilt: die ständigen Beschneidungen der Südtiroler Kompetenzen durch Rom, den mühsamen Ausbau der Autonomie sowie ihre internationale Absicherung, die immer noch von Teilen der italienischen Politik bestritten wird. Nicht zu Letzt forderte Bundesparteiobmann Strache den österreichischen Bundespräsidenten auf, sich „nicht zuletzt aus humanitären Gründen“ für die ausstehende Amnestie für die Südtiroler Freiheitskämpfer einzusetzen.
 
Insbesondere stellten HC Strache und Werner Neubauer unmissverständlich klar, dass Österreich stets seine Schutzmachtfunktion für Südtirol wahrnehmen müsse und forderten daher die Aufnahme einer entsprechenden Staatszielbestimmung in die österreichische Verfassung. Zudem betonten die FPÖ-Vertreter, dass die die Autonomie niemals als Verzicht auf das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler verstanden werden kann. Insgesamt brachen HC Strache und Werner Neubauer eine Lanze für den Minderheitenschutz und das Selbstbestimmungsrecht in Südtirol“, so Leiter Reber.
„Wir können stolz sein, dass wir auf die FPÖ zählen können“, so die Landtagsabgeordnete Ulli Mair. „Im Gegensatz zur Inszenierung einer „Heilen Welt“, wie es beim Streitbeilegungs-Festakt in Meran der Fall war, wurden im Nationalrat von HC Strache und Werner Neubauer klare Worte gesprochen. Ja zur Autonomie, Ja zur Schutzmachtfunktion für Südtirol, ein klares Bekenntnis zum Selbstbestimmungsrecht – man würde sich eine solch klare Positionierung auch von unserer Landesregierung wünschen“, so Ulli Mair.
Die freiheitliche Landtagsabgeordnete hatte im Zuge der Aktuellen Stunde, gemeinsam mit ihren Landtagskollegen Sven Knoll und Andreas Pöder, dem Nationalrat zudem eine Resolution überreicht, in der bestehenden Probleme wie die Unrechtsgrenze und die ausstehende Amnestie für die Freiheitskämpfer als auch Zukunftsherausforderungen wie die Selbstbestimmung klar benannt werden.
 
Im Anschluss an die Aktuelle Stunde traf sich die Südtiroler Freiheitlichen-Spitze mit FPÖ-Obmann HC Strache, FPÖ-Vizeobmann Norbert Hofer, EU-Parlamentarier Harald Vilimsky und dem Nationalratsabgeordneten und Südtirolsprecher Werner Neubauer zu einem persönlichen Gespräch.
FPÖ-Obmann Strache zeigte sich sehr erfreut, dass die Südtiroler Freiheitlichen mit Obmann Andreas Leiter Reber und Generalsekretär Florian von Ach ein kompetentes, motiviertes Duo an der Spitze haben.
„Wir werden stets an der Seite unserer Südtiroler Freunde stehen und freuen uns schon sehr auf die Zusammenarbeit“, so Strache. Während des freundschaftlichen Gesprächs erläuterte Leiter Reber den laufenden Ausbau der Parteistruktur und bat auch um künftige Unterstützung beim konsequenten Ausbau der Autonomie bis hin zur Eigenstaatlichkeit.
Der freiheitliche Südtirol-Sprecher Mag. Werner Neubauer zeigte sich ebenfalls von einer zukünftigen reibungslosen Zusammenarbeit überzeugt:
„Ich kenne Andreas Leiter Reber und Florian von Ach schon seit Jahren aus dem Schützenbund und schätze den unentgeltlichen, unermüdlichen Einsatz für die Heimat, den beide dort erbrachten, sehr. Wir sind sehr froh, dass wir in Andreas Leiter Reber und Florian von Ach zuverlässige und kompetente Ansprechpartner in Südtirol haben“, so Neubauer.