Südtirol im Fokus von Kirchenplünderern

Veröffentlicht am 12.04.2017
Lois Taibon: „Es handelt sich um Kulturraub“

Das Phänomen der Kirchenplünderungen in Südtirol ist auf die angespannte Sicherheitslage im Land zurückzuführen. Das Freiheitliche Vorstandsmitglied Lois Taibon verweist sowohl auf den materiellen als auch auf den kulturellen Schaden. Jahrhunderte alte Südtiroler Kulturschätze, welche von der Bevölkerung in besonderen Ehren gehalten werden, sind in den Fokus von Kirchenschändern gerückt. Jüngst wurde die Pfarrkirche von Untermais von Plünderern heimgesucht und die Verhaftung eines Opferstockräubers Mitte März durch die Carabinieri von Schlanders verdeutlichte die oftmals unterschätzte Problematik der Übergriffe auf die Kulturgüter unseres Landes.

„Die Diebestour des Opferstockräubers im Vinschgau konnte durch die Sicherheitskräfte und durch aufmerksame Augenzeugen gestoppt werden“, hält Lois Taibon in einer Aussendung einleitend fest. „Die Pfarrkirche von Untermais hingegen war den skrupellosen Plünderern schutzlos ausgeliefert. Wie aus den Medienberichten hervorgeht, wurden das Allerheiligste und sakrale Gegenstände aus der Barockzeit entwendet“, so Taibon.

„Die Übergriffe auf die Südtiroler Kirchen stellen einen verachtenswerten Kulturraub dar, der nicht hingenommen werden darf. Aufgrund niedriger Beweggründe und Profitgier vergreifen sich die Plünderer an unserer Geschichte und unserem kulturellen Erbe. Derartige Täter haben keinen Respekt gegenüber den religiösen Stätten und den Gläubigen“, stellt das Freiheitliche Vorstandsmitglied fest.

„Sakrale Bauten werden von Vandalen geschändet und von Plünderern heimgesucht. Es herrscht eine berechtigte Angst um die unschätzbaren Kulturschätze unseres Landes und es empfiehlt sich diese – auch im Sinne künftiger Generationen – zu schützen“, hält Taibon abschließend fest und zählt auch auf das wache Auge der heimischen Bevölkerung.