Studie über das Internetverhalten von Jugendlichen in Südtirol

Veröffentlicht am 10.11.2016
Freiheitlicher Antrag vom Landtag einstimmig genehmigt – L. Abg. Ulli Mair: „Der Onlinesucht begegnen“

Der Südtiroler Landtag genehmigte bei der gestrigen Sitzungen einen Freiheitlichen Antrag zur Erhebung des Internetverhaltens der Südtiroler Jugend. Eine Studie soll in Auftrag gegeben werden, um in einer bereits laufenden Studie Zahlen und Fakten über das Internetverhalten von Kindern und Jugendlichen zu erfassen. Die Erstunterzeichnerin des Antrages, Ulli Mair, will damit einen Überblick schaffen, sodass die Politik angemessen auf die Onlinesucht reagieren kann.

„Eine aussagekräftige Studie zum Internetverhalten der Jugendlichen ist dringend notwendig“, unterstreicht die Freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair in einer ersten Reaktion zum angenommen Antrag durch den Landtag. „Die Politik hat die Aufgabe auf Basis von handfesten Fakten die Gesetzgebung im Bereich der Jugend, Prävention und Gesundheit den herrschenden Realitäten anzupassen“, untermauert Mair.

„Es ist beeindruckend, wie vielfältig und kreativ das Internet von Jugendlichen in Europa genutzt wird. Gleichzeitig sei es aber alarmierend, dass so viele Jugendliche ein problematisches oder sogar abhängiges Verhalten zeigten. Studien zu dem Thema gibt es zuhauf - und das obwohl noch nicht entschieden ist, wo Onlinesucht eigentlich beginnt“, stellt die Freiheitliche Landtagsabgeordnete fest.

„Tage ohne Internet gibt es kaum mehr und dass das Internet eine feine und nützliche Sache ist, ist unstrittig. Kinder und Jugendliche sieht man sehr oft mit Smartphones oder Tablets in der Hand. Dennoch stellt sich die Frage, wie viel Surfen ‚normal’ ist. Aufgrund einer europaweiten Studie, die untersucht hat, wie exzessiv Jugendliche das Netz nutzen, wird dieses Thema auch in Deutschland derzeit diskutiert. Ergebnis der Studie: fast jeder zehnte deutsche Jugendliche zeige bedenkliches Web-Verhalten, ein Prozent soll sogar süchtig sein“, gibt Mair abschließend zu bedenken und fordert eine rasche Umsetzung des genehmigten Beschlussantrages zum gesundheitlichen Wohl der Südtiroler Jugend.