Stocker: „Gute Lebensmittel sollten nicht im Müll landen!“

Veröffentlicht am 06.12.2017
Vorfall bei „Agrialp“ offenbart die Notwendigkeit zur Sensibilisierung.
 
„Das Foto, welches die vielen belegten Brote im Müllcontainer bei der vergangenen „Agrialp“ zeigt, ist natürlich tragisch und so etwas sollte einfach nicht mehr passieren. Hinter der Produktion von Lebensmittel steckt viel Arbeit aber auch die Verpflichtung, respektvoll damit umzugehen. Es gibt bei uns viele Menschen, die froh wären etwas zum Essen zu bekommen. Es gibt viele Mitbürger, die in die Armutsfalle geraten und jede Münze doppelt umdrehen müssen. Dem gegenüber sind Bilder einer gefüllten Mülltonne mit Broten eine regelrechte Erniedrigung für die Gesellschaft“, so der freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker in einer Aussendung.
 
„Im Landtag haben wir des Öfteren über die Eindämmung der Lebensmittelverschwendung gesprochen und es herrscht parteiübergreifend die Einsicht, dass Lebensmittel nicht einfach auf dem Müll landen dürfen. Wir Freiheitlichen hatten mit dem Antrag „Kochkurse an unseren Schulen“ hingewiesen, dass je früher der Mensch zu kochen lernt, desto früher lernt er auch ein Lebensmittel zu schätzen. Ich bin aber auch froh, dass es in unserem Land immer mehr Organisationen und Ehrenamtliche gibt, welche Lebensmittel sammeln und sie in Form von „Tafeln“ an Bedürftige weitergeben und dafür sei ihnen auch gedankt. Dies bedeutetet, dass es eine Sensibilität für das Thema sehr wohl gibt“, so Stocker weiter.
 
„Aber im jüngsten Fall bei der Messe Bozen sieht man auch, dass wir die Sensibilisierung verstärken müssen und es noch keine Selbstverständlichkeit ist, Lebensmittel weiterzugeben oder zu verhindern, dass sie in den Müll geworfen werden. Deshalb sollten wir aus diesem tragischen Fall die Konsequenz ziehen, die Sensibilisierung auf Landesebene zu erhöhen und dieses Thema verstärkt auch in den politischen Vordergrund stellen. Dabei sind sowohl die Landesverwaltung, die Verbände und Schulen gefordert. Auch die Gemeinden mit ihren Gemeindeblättern in unserem Land können einen wertvollen Beitrag durch ständiges Hinweisen leisten“, so Stocker abschließend.