Sterilisation von Katzen – Freiwillige beklagen mangelnde Mittel

Veröffentlicht am 08.08.2016
Freiheitliche Landtagsanfrage

Das Landesgesetz Nr. 9 vom 15. Mai 2000 regelt unter anderem auch die Sterilisation von Katzen. Bei der konkreten Durchführung der Katzenkastrationen scheint es nach Mitteilung von Tierschutzvereinen immer wieder zu Schwierigkeiten zu kommen. So gibt es immer wieder Beanstandungen, dass das Tierheim Sill nicht entsprechend funktioniert bzw. überfordert ist. Die Freiwilligen bemühen sich sehr, herumstreunende Katzen einzufangen, müssen aber auch feststellen, dass ihre Arbeit nicht besonders gewürdigt wird.

„Nicht selten müssen Freiwillige die Kosten für die Sterilisation von streunenden Katzen aus eigener Tasche bezahlen“, hält der Freiheitliche Fraktionssprecher im Südtiroler Landtag, Pius Leitner, in einer Aussendung einleitend fest. „Da die Tierschutzvereine auf freiwilliger Basis einen Dienst erbringen, zu dem das Land laut Gesetz verpflichtet ist, wäre es billig und recht, dass die entsprechende Mittel im Haushalt in angemessener Höhe vorgesehen werden“, unterstreicht Leitner und würdigt das ehrenamtliche Engagement.

Für das Jahr 2016 stellt die Abteilung Landwirtschaft den Tierschutzvereinen insgesamt 300.000 Euro in Form von Beiträgen zur Verfügung. Daneben finanziert die Abteilung Gesundheitswesen über den Sanitätsbetrieb das Tierheim Sill. „Die Landesregierung erachtet die zur Verfügung gestellten Geldmittel als ausreichend“, entnimmt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Leitner aus der Antwort auf seine Anfrage. „Im heurigen Jahr wurden zudem neue Kriterien für die Gewährung von Beiträgen zur Förderung von Tierschutzvereinigung erlassen. Dabei stehen den ‚klassischen‘ Tierschutzvereinen nun mehr Mittel zur Verfügung und den privaten Tierheimen weniger Mittel“, kritisiert Leitner.

„Die Freiwilligenarbeit kann nie zur Gänze finanziell abgegolten werden“, erklärt Pius Leitner, „aber die öffentlichen Mittel sollten effektiv eingesetzt werden, damit das Volontariat keine weiteren Belastungen auf sich nehmen muss.“

„Die Tierschützer regen deshalb die Errichtung einer zentralen Aufnahmestation an“, so der Freiheitliche Landtagsabgeordnete. „Nicht zuletzt muss an die Eigenverantwortung der Tierhalter appelliert werden“, betont Leitner abschließend, „denn Haustiere sind mit Verantwortung verbunden, sind artgerecht zu halten und aus gesundheitlicher und hygienischer Sicht zu versorgen.“